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Ausbildung im Bereich Ingenieurwesen und IT - Glasapparatebauer/in

Glasapparatebauer/in

Glasrohre und Hohlglaskörper

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit dem Biegen von Glasrohren.

Die Ausbildung im Überblick

Glasapparatebauer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk.

Typische Branchen

Glasapparatebauer/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Glasapparatebaus.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Etwa jede/r Achte der Ausbildungsanfänger/innen hatte vor Ausbildungsbeginn eine Berufsfachschule abgeschlossen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Mathematik: Um Flächen und Körper berechnen zu können, sollten angehende Glasapparatebauer/innen über mathematische Kenntnisse verfügen.
  • Chemie: Bei der täglichen Arbeit mit dem Werkstoff Glas beurteilen angehende Glasapparatebauer/innen auch dessen chemische Zusammensetzung. Chemiekenntnisse sind deshalb von Vorteil.
  • Physik: Um Werkstoffeigenschaften richtig beurteilen zu können, benötigen angehende Glasapparatebauer/innen ein grundlegendes Verständnis physikalischer Gesetze und Zusammenhänge.
  • Werken/Technik: Kenntnisse im Bereich Technik/Werken sind bei der Herstellung von Glasapparaten und dem Einsatz von Maschinen und Anlagen nützlich. Da die Auszubildenden auch Handskizzen und Zeichnungen anfertigen, sind zudem Kenntnisse im technischen Zeichnen ein Plus.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Flächen und Körpern)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie Glasrohre und Hohlglaskörper mechanisch getrennt und thermisch gesprengt werden
  • welche Funktion die üblichen Mess- und Prüfmittel haben
  • was beim Ziehen von Spitzen, beim Verengen und Zentrieren von Glasrohren zu beachten ist
  • wie Dampf- und Druckausgleichsrohre an Glaskörpern anzusetzen sind
  • was beim Einblasen von Glaskörpern in eine Form zu beachten ist
  • was beim Biegen von Glasrohren berücksichtigt werden muss
  • wie man zum Beispiel Tischbrenner und Handgebläse einsetzen kann
  • wie man sonstige Werkstoffe (Kunststoff, Metall, Glaskeramik) in der Glasapparateherstellung verwenden kann
  • wie man beim Zusammensetzen eines Titrierapparates vorgeht
  • welche Fehler Halberzeugnisse haben können und wie sie sich auf die Verarbeitung auswirken

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit