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Ausbildung im Bereich Wirtschaft - Fachwirt/in - Vertrieb im Einzelhandel

Fachwirt/in - Vertrieb im Einzelhandel

Marketing im Einzelhandel

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Personalentwicklung und -führung.

Die Ausbildung im Überblick

Die Ausbildung Fachwirt/in für Vertrieb im Einzelhandel ist eine doppelt qualifizierende Erstausbildung ("Abiturientenausbildung"). Sie führt zu einem Abschluss im anerkannten Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im Einzelhandel und parallel dazu zu dem bundesweit einheitlich geregelten Abschluss Fachwirt/in für Vertrieb im Einzelhandel. Die 3-jährige Ausbildung wird an Industrie- und Handelskammern (IHK), Bildungszentren des Einzelhandels oder anderen Bildungsstätten privater Bildungsträger sowie in Wirtschaftsbetrieben und teilweise in Berufsschulen durchgeführt. Daneben besteht die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Fachwirt/zur Fachwirtin für Vertrieb im Einzelhandel zu absolvieren.

Typische Branchen

Fachwirte und Fachwirtinnen für Vertrieb im Einzelhandel finden Beschäftigung in Einzelhandelsunternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche, z.B. in Textil- und Bekleidungsgeschäften, in Supermärkten oder Möbelhäusern.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt werden die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife sowie ein Ausbildungsvertrag in einem anerkannten kaufmännischen Ausbildungsberuf. Darüber hinaus werden je nach Bildungsanbieter z.B. mindestens befriedigende Leistungen in den Fächern Mathematik und Deutsch gefordert.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Wirtschaft: Um beispielsweise Maßnahmen zur Kundengewinnung und -bindung erarbeiten zu können, benötigen angehende Fachwirte und Fachwirtinnen für Vertrieb im Einzelhandel Kenntnisse in speziellen Rechtsfragen zum Vertragsrecht und Wettbewerbsrecht und müssen sich gut mit wirtschaftlichen Zusammenhängen auskennen.
  • Mathematik: Die Grundrechenarten sowie Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung muss man beherrschen, um z.B. Kalkulationen durchführen zu können.
  • Deutsch: Höflichkeit und eine verständliche Ausdrucksweise sind für den mündlichen und schriftlichen Kontakt mit Kunden erforderlich. Für schriftliche Korrespondenz ist zudem eine sichere Rechtschreibung wichtig.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Erstellen von Kosten- und Gewinnkalkulationen; Erstellen und Auswerten von Verkaufsstatistiken und Diagrammen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Problembeschreibungen von Handelskunden, etwa Lieferanten oder Abnehmern, angemessen aufnehmen und verarbeiten)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten von Kunden; Gesprächsführung mit Lieferanten, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen)
  • Textverständnis (z.B. Recherchieren von Branchenreports und Informationen zu Marktforschungen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erarbeiten von Katalogen und Prospektmaterial)

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung zum Fachwirt/zur Fachwirtin für Vertrieb im Einzelhandel erwirbt man z.B. Kenntnisse in den Bereichen:

  • Kundenorientierung (z.B. Gestalten des Beratungsprozesses, Auswerten von Kundengesprächen, Entwickeln und Umsetzen von Maßnahmen der Kundenbindung und -gewinnung)
  • Personalmanagement (z.B. Durchführen der Personalbedarfsplanung, Planen und Durchführen der Berufsausbildung, Einsetzen von Maßnahmen der Personalentwicklung und Personalbindung)
  • Führung und Kommunikation (z.B. Einsetzen von Führungsinstrumenten, Fördern der beruflichen Entwicklung und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen, Planen und Steuern von Arbeits- und Projektgruppen)
  • Marketing im Einzelhandel (z.B. Analysieren und Bewerten der Entwicklung von Märkten und Zielgruppen, Ableiten von Marktstrategien, Pflegen des Sortiments, Umsetzen standortbezogener Öffentlichkeitsarbeit)
  • Vertriebssteuerung (z.B. Planen von Umsatz, Erträgen und Kosten, Steuern und Organisieren der Warenlogistik, Einsetzen von betrieblichen Steuerungsinstrumenten zur Qualitätssicherung

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit