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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Fachkraft - Medizinprodukteaufbereitung

Fachkraft - Medizinprodukteaufbereitung

Grundlagen der Mikrobiologie

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Krankenhaushygiene.

Die Ausbildung im Überblick

Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung ist eine Ausbildung, die durch die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV e.V.) geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit 3 Jahre. 

Typische Branchen

Fachkräfte für Medizinprodukteaufbereitung finden Beschäftigung In Krankenhäusern und Kliniken, z.B. in der Zentralen Sterilisation, bzw. Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, ggf. im Operationsbereich, in ambulanten Operationszentren, in größeren Gemeinschaftspraxen und bei Dienstleistungsunternehmen für die Aufbereitung von Medizinprodukten.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Darüber hinaus wird der Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest gefordert.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Erreger wie Bakterien, Viren und Pilze und anderen Mikroorganismen werden mithilfe spezieller Desinfektionsmaßnahmen bekämpft. Angehende Fachkräfte für Medizinprodukteaufbereitung sollten deshalb über Kenntnisse in Biologie verfügen.
  • Chemie: Angehende Fachkräfte für Medizinprodukteaufbereitung lernen, Operationsmaterialien und -geräte vor- und nachzubereiten sowie Hygiene und Keimfreiheit sicherzustellen. Dafür verwenden sie chemische Substanzen, z.B. Desinfektionsmittel, deren Wirkungsweise man mit chemischen Kenntnissen besser versteht.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnung der Zusammensetzung und Kosten von Chemikalien)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Rückfragen der Mitarbeiter/innen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Einführen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in die Arbeitsabläufe und den fachgerechten Einsatz von Geräten und Mitteln)
  • Textverständnis (z.B. Verstehen von Desinfektionsplänen, Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften sowie Verfahrens- und Arbeitsanweisungen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen von Verfahrens- und Arbeitsanweisungen am Computer)

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

Fachkundelehrgang I

  • Grundlagen der Mikrobiologie
  • Krankenhaushygiene, z.B. Schutzkleidung, Händedesinfektion
  • verschiedene Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsverfahren
  • Instrumentenkunde
  • Organisation der Versorgung mit sterilen Medizinprodukten
  • Rechtsgrundlagen, z.B. Arbeitsschutz (TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege, Gefahrstoffe)
  • Grundsätze der Qualitätssicherung

Fachkundelehrgang II

  • Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse aus Fachkunde I
  • gesetzliche und normative Vorgaben
  • Qualitätsmanagement
  • Kommunikation
  • Anleitung, Förderung und Beurteilung von Mitarbeitern
  • organisatorische und betriebswirtschaftliche Aspekte der Medizinprodukteversorgung
  • Sachkundelehrgang Endoskopie
  • Validierlehrgang

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit