Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Ausbildung im Bereich Wirtschaft - Fachkraft - Hafenlogistik

Fachkraft - Hafenlogistik

Umschlags- und Versandpapiere

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Erstellung von Stau- und Beladeplänen.

Die Ausbildung im Überblick

Fachkraft für Hafenlogistik ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Hafenwirtschaft (Ausbildungsbereich Industrie und Handel). 

Typische Branchen

Fachkräfte für Hafenlogistik finden Beschäftigung bei Betrieben des Warenumschlags, in See- oder Binnenhäfen, bei Reedereien und in Betrieben der Warenkontrolle.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Eine Aufnahme der Ausbildung erfordert ggf. Mobilität, denn Ausbildungsplätze gibt es hauptsächlich in den norddeutschen Seehäfen sowie einigen Binnenhäfen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Mathematik: Die angehenden Fachkräfte für Hafenlogistik führen z.B. Laderaum- und Frachtberechnungen durch, z.T. in unterschiedlichen Maßsystemen, und rechnen Währungen um. Kenntnisse in Mathematik sind für die Ausbildung daher unabdingbar.
  • Englisch: Auszubildende, die über Englischkenntnisse verfügen, sind bei Kontakten zu internationalen Kunden und Schiffsbesatzungen im Vorteil. Deutsch: Um Informationsgespräche zu führen oder Kunden zu beraten, benötigt man eine gute Ausdrucksfähigkeit. Eine sichere Rechtschreibung wird beim Schriftwechsel mit Auftraggebern, Frachtführern und Lagerhaltern benötigt.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Durchführen von Laderaum- und Frachtberechnungen; Umrechnen von Währungen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Kommunizieren mit fremdsprachigen Besatzungsmitgliedern)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Führen von Rücksprachen mit Frachtführern oder Kunden bei Transportschäden)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie logistische Prozesse geplant und organisiert werden
  • wie Güter sortiert, gelagert und bearbeitet werden und wie Mängel erkannt, dokumentiert und beseitigt werden
  • welche Arten von Containern es gibt und wie man deren Beschriftungen und Kennzeichnungen unterscheidet
  • wie man Umschlags- und Versandpapiere prüft, bearbeitet und weiterleitet
  • Arbeitsaufträge kundenorientiert auszuführen und einzelne Aufgaben im Team zu bearbeiten
  • wie betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme genutzt, Daten gepflegt und gesichert werden
  • worauf bei der Erstellung von Stau- und Beladeplänen zu achten ist und welche rechtlichen Bestimmungen beim Umschlag von Gütern berücksichtigt werden müssen
  • wie man Anlieferungs-, Auslieferungs- und Begleitpapiere unter Berücksichtigung von Zoll- und Gefahrgutvorschriften prüft
  • fremdsprachige Formulare zu bearbeiten und fremdsprachlich zu kommunizieren
  • wie man qualitätssichernde Maßnahmen durchführt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit