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Ausbildung im Bereich Agrar- und Forstwirtschaft - Fachkraft - Agrarservice

Fachkraft - Agrarservice

Verkehrssicherheit von agrartechnischen Maschinen

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Pflege von Pflanzenbeständen.

Die Ausbildung im Überblick

Fachkraft Agrarservice ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Landwirtschaft.

Typische Branchen

Fachkräfte Agrarservice finden Beschäftigung in erster Linie in landwirtschaftlichen Lohnunternehmen, in landwirtschaftlichen Betrieben des Pflanzenbaus und in agrartechnischen Dienstleistungsunternehmen. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung in öffentlichen Institutionen, z.B. bei Landwirtschaftskammern.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Jede/r Sechste der Ausbildungsanfänger/innen hatte vor Ausbildungsbeginn ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert. 

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Die Auszubildenden lernen, wie man den Anbau von Pflanzen und Ackerkulturen plant und durchführt. Kenntnisse der Biologie sind daher nützlich.
  • Mathematik: Angehende Fachkräfte errechnen Mengen, z.B. für den Saatgut- oder Düngemitteleinkauf, erstellen Kalkulationen, vergleichen Angebote, führen Bestellungen durch und kontrollieren Rechnungen. Daher müssen die Auszubildenden die Grundrechenarten sicher beherrschen.
  • Werken/Technik: Die zukünftigen Fachkräfte führen handwerkliche Tätigkeiten wie das Pflegen, Warten und Instandhalten von agrartechnischen Geräten und Anlagen durch. Kenntnisse aus dem Bereich Werken und Technik sind daher nützlich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen des Saat- und Düngerbedarfs; Durchführen von Kostenkalkulationen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Informieren von Kunden, etwa zu Einsatzmöglichkeiten verschiedener Erntemaschinen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen von Angeboten für Kundenaufträge)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man die Verkehrssicherheit von agrartechnischen Maschinen und die Betriebsbereitschaft von Anlagen und Geräten prüft, die Instrumente einstellt und Zug- und Arbeitsmaschinen führt
  • wie die Maschinen und Geräte gereinigt und gepflegt werden und was man über Schutzmaßnahmen und Sicherungen elektrischer Anlagen wissen muss
  • was bei der Bodenbearbeitung zu beachten ist, wie man Saat- und Pflanzgut beurteilt und ausbringt und wie man die Pflanzenbestände pflegt
  • wie man die Ernte durchführt und das Erntegut transportiert, lagert und konserviert
  • wie man Markt- und Preisinformationen einholt, vergleicht und bewertet
  • wie man agrartechnische Arbeits- und Zugmaschinen, Anlagen und Geräte bedient, Störungsursachen findet und behebt und Verschleißteile austauscht
  • wie man die Pflanzenkulturen düngt, Pflanzenschutzmaßnahmen durchführt und Böschungen und Hecken pflegt
  • was im Gespräch mit und bei der Beratung von Kunden zu beachten ist, wie man Reklamationen entgegennimmt, bei der Akquisition von Kunden mitwirkt und die Dienstleistungen des Betriebes präsentiert
  • wie man Kalkulationen erstellt, Angebote vergleicht, Bestellungen durchführt und die Rechnungen kontrolliert
  • wie man bei der Qualitätssicherung im Betrieb mitwirken kann

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit