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Ausbildung im Bereich Wirtschaft - Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung

Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung

Fragebögen und Gesprächsleitfäden

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Durchführung von Plausibilitätsprüfungen.

Die Ausbildung im Überblick

Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handel.

Typische Branchen

Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung finden Beschäftigung in Markt- und Meinungsforschungsinstituten, in Werbeagenturen, in Einrichtungen der empirischen Sozial- und Wirtschaftsforschung und im öffentlichen Dienst, z.B. in statistischen Landesämtern.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein. 

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: Um Verbraucherumfragen am Telefon abzuwickeln und Rechercheergebnisse aufzubereiten, ist es wichtig, gute Kenntnisse im Schulfach Deutsch zu besitzen.
  • Mathematik: Für das richtige Auswerten von Datenmaterial oder die Anwendung von Tabellenkalkulationen sind Kenntnisse der Grundrechenarten sowie der Prozent- und Dezimalrechnung vorteilhaft.
  • Englisch und weitere Fremdsprachen: Um internationale Marktstudien verstehen und sich in international agierenden Marketing-Unternehmen verständlich machen zu können, sind bereits in der Ausbildung Fremdsprachen, vor allem Englisch, unabdingbar.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Auswerten von Datenmaterial; Durchführen von Plausibilitätsprüfungen; Anwenden von Tabellenkalkulationen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Abstimmen von Vorgehensweisen mit Interviewern und Interviewerinnen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Präsentieren von Forschungsergebnissen; Einweisen von Interviewern und Interviewerinnen)
  • Textverständnis (z.B. Auswerten verschiedener schriftlicher Informationsquellen, etwa zu Marktgegebenheiten oder Zielgruppen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Anfertigen von Endberichten, Ergebniskommentaren und Handouts; Konzipieren leicht verständlicher Fragebögen)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • welche Methoden, Erhebungstechniken und Untersuchungstypen der qualitativen und quantitativen Primär- und Sekundärforschung es gibt
  • Daten sekundärer Informationsquellen ziel- und sachgerecht auszuwählen, auszuwerten und die Ergebnisse aufzubereiten
  • wie Fragebögen und Gesprächsleitfäden zu gestalten sind
  • wie man offene und teiloffene Fragen kodiert wie man Probeinterviews vorbereitet, durchführt und Schlussfolgerungen für die Erhebung zieht
  • wie Plausibilitätsprüfungen durchzuführen und Implausibilitäten zu listen und zu bearbeiten sind
  • wie Projektergebnisse für die interne und externe Verwertung aufbereitet werden können
  • Kapazitäten, Zeitbedarf und Termine zu planen und daraus einen Projektablaufplan zu erstellen und abzustimmen
  • den Einsatz externer Dienstleister auf vertraglicher Grundlage zu organisieren
  • wie man zur Vorbereitung von Präsentationen und Ergebnisberichten ausgewählte Ergebnisse in Charts umsetzt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit