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Masterstudium in Sprachen und Kultur - Ethik der Textkulturen

Ethik der Textkulturen (M.A.)

Geschichte und Theorie der Ethik

Ein Modul im Master beschäftigt sich mit Hermeneutik und Fremdverstehen.

Studiengang der Universität Augsburg

Studieninhalte (Pflichtfächer)

    Das Curriculum ist modularisiert. Die sieben Module M 1 – M 7 sind interdisziplinär konzipiert und beziehen sich auf folgende systematische Themenbereiche:

    • M 1: Geschichte und Theorie der Ethik: Vermittlung historischer und systematischer Grundlagen ethischen Fragens in Philosophie und Theologie; Ethik und Ästhetik; Diskursanalytische Aspekte der sprachlichen Verfasstheit ethischer Prozesse
    • M 2: Hermeneutik und Fremdverstehen: Interdependenz des Verstehens von Texten und Kulturen durch Begegnung mit dem Ande­ren; Geschichte der theologischen, philosophischen und literarischen Hermeneutik; Verstehenstheorien der sprachwissenschaftlichen Pragmatik; Philosophie der Alterität; Theorien des Kulturtransfers bzw. der Interkulturalität
    • M 3: Narrativität und Normativität: Zusammenhang zwischen Erzählen (im literarischen wie theologischen Feld) und ethischer Verantwortung (narratologische, historiographische, philosophische Ansätze); Geschichte des Erzählens als normative Kulturpraxis (z.B. Narration als Kritik, als imaginativer Gegendiskurs, als reintegrativer Interdiskurs)
    • M 4: Theorien der Kanon- und Wertebildung: Aspekte des historischen Wertewandels kultureller Setzungen, von Ausschließungen und Diskursformationen; Norm- und Kanonbildung im kulturellen Gedächtnis; Theorien der literarischen Werte- und Kanonbildung, Dekanonisierung und Rekanonisierung
    • M 5: Sprach-, kommunikations- und medienwissenschaftliche Aspekte der Normbildung:  kulturgeschichtliche und sprachwissenschaftliche Pragmatik der Bedeutungsgenese und Wirkungsstrategien von Texten; Strategien ethischer Setzungen in kommunikativen und medialen Zusammenhängen; performative Aspekte mündlicher Kommunikation; Normbil­dung im Horizont des medialen Wandels (Mündlichkeit / Schriftlichkeit)
    • M 6: Rhetorik öffentlichen Schreibens und Sprechens: Textualität der Ethik im Licht rhetorischer Strategien; Normbildungsstrategien im Kontext sich wandelnder historischer Diskursformationen; Rhetorizität / Medialität / Performativität / Diskursivität: Theoretisch-systematische Begründung der Begriffe
    • M 7: Angewandte Ethik: z.B. Umweltethik; Sexualethik; Friedens- und Konfliktforschung; Bildungs- und Sozialpolitik; Kultur und interkulturelle Kommunikation etc.

    Studiendauer

    Regelstudiendauer: 4 Semester

    Zugang zum Studium

    • Ein einschlägiger Bachelorabschluss mit herausragendem Erfolg; einschlägig ist in der Regel ein Studium einer Philologie, in Evangelischer oder Katholischer Theologie, Europäischer Kulturgeschichte, Komparatisik, Philosophie oder einem Fach, dessen Inhalte dem Masterstudiengang nahestehen. Weiterhin wird auf Antrag aufgenommen, wer eine Zwischenprüfung im Fach Evangelische Theologie bestanden hat, sowie einen Hauptseminarschein erworben hat. Absolventen bzw. Studierende anderer Fächer können sich in begründeten Fällen ebenfalls bewerben.
    • Abweichend von (1) können Studierende, die in einem Bachelorstudiengang immatrikuliert sind, zum Masterstudiengang zugelassen werden, wenn sie mindestens 140 ECTS-Punkte erreicht haben.
    • Gute Englischkenntnisse, die die erfolgreiche Teilnahme an englischsprachigen Lehrveranstal­tungen ermöglichen, werden ebenfalls vorausgesetzt.
    • Darüber hinaus müssen die Bewerber eine Eignungsfeststellung bestehen.

    Zielgruppe

    Der Studiengang „Ethik der Textkulturen“ richtet sich an engagierte Studierende mit Interesse an ethischen Fragestellungen und Neugier darauf, eingespielte Fächergrenzen zu überschreiten. Er bietet eine anspruchsvolle Qualifikation für alle, die wissenschaftlich mit der Auslegung und Vermittlung von Texten oder mit ethischen Fragestellungen umgehen wollen, die sich im öffentlichen Leben mit Fragen der Ethik befassen und in unserer Gesellschaft Verantwortung übernehmen möchten. Der Studiengang „Ethik der Textkulturen“ will in einer Zeit, in der ethische Herausforderungen innerhalb und zwischen den Kulturen besonders drängend sind, grundlegende Kompetenzen für den differenzierten Umgang mit ethischen Problemstellungen vermitteln.

     

    Quelle: http://www.ethikdertextkulturen.de