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Ausbildung im Bereich Sprachen und Kultur - Dolmetscher/in / Übersetzer/in

Dolmetscher/in / Übersetzer/in

Allgemeine Sprachgrundlagen

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Fachterminologie.

Die Ausbildung im Überblick

Dolmetscher/in bzw. Übersetzer/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Fachakademien. Sie dauert i.d.R. 2-3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung. Darüber hinaus gibt es Ausbildungen unterschiedlicher Dauer, die nach internen Regelungen der jeweiligen Bildungsträger durchgeführt werden und auf die staatliche Prüfung zum Dolmetscher/zur Dolmetscherin bzw. zum Übersetzer/zur Übersetzerin vorbereiten. Daneben besteht die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Dolmetscher bzw. Übersetzer/zur Dolmetscherin bzw. Übersetzerin zu absolvieren oder Dolmetschen, Übersetzen an Hochschulen zu studieren.

Typische Branchen

Dolmetscher/innen bzw. Übersetzer/innen finden Beschäftigung z.B. in Übersetzungsbüros, bei Dolmetscherdiensten, bei EU-Institutionen (z.B. EU-Parlament, EU-Kommission), bei Behörden des Landes oder des Bundes, in größeren Betrieben unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche.

Zugang zur Ausbildung

Für die Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss , die Hochschulreife oder die Fachhochschulreife vorausgesetzt. Je nach Bundesland werden für die Zulassung zur Prüfung weitere Voraussetzungen gefordert, z.B. eine Ausbildung als Übersetzer/in bzw. Dolmetscher/in, eine gleichwertige fremdsprachliche Ausbildung, ein Hochschulstudium oder eine entsprechende Berufstätigkeit.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Englisch, Französisch, weitere Fremdsprachen: Während ihrer Ausbildung spezialisieren sich die künftigen Dolmetscher/innen bzw. Übersetzer/innen auf zwei oder mehr Fremdsprachen. Gute Vorkenntnisse in diesen Sprachen werden für die Ausbildung vorausgesetzt. Wer zudem über weitere Fremdsprachenkenntnisse verfügt, ist im Vorteil.
  • Deutsch: Wenn man im Ausbildungsalltag Artikel, Vorträge und andere Texte auf Deutsch übersetzt, muss man sprachliche Feinheiten der deutschen Sprache kennen und anwenden können.
  • Wirtschaft: Angehende Dolmetscher/innen bzw. Übersetzer/innen übersetzen z.B. Verträge oder Gesetzestexte. Um Zusammenhänge nachvollziehen und darstellen zu können, sind Grundlagen in Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht oder im Rechnungswesen nötig. Kenntnisse im Fach Wirtschaft sind deshalb von Nutzen.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Übersetzen des über Mikrofon Gehörten in die Zielsprache)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Vortragen von Konferenzschriftstücken in einer Fremdsprache)
  • Textverständnis (z.B. Anfertigen einer Übersetzung anhand eines Quelltextes)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. stilsicheres und exaktes Übersetzen von Texten)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts erwirbt man beispielsweise Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • allgemeine Sprachgrundlagen (Grammatik, Wortschatz, fremdsprachliche Rechtschreibung und Interpunktion)
  • Übersetzen gemeinsprachlicher und einfacher fachsprachlicher Texte in die und aus der Fremdsprache
  • Dolmetschen: mündliche Sprachbeherrschung und Gesprächsdolmetschen, Stegreifübersetzung, Verhandlungs- und Vertragsdolmetschen, Simultandolmetschen
  • Korrespondenz
  • Fachkunde und Fachterminologie
  • Fachübersetzen
  • Gerichts- und Behördenterminologie
  • Textverarbeitung elektronische Datenverarbeitung (Terminologiearbeit, computergestütztes Übersetzen) 

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Landeskunde unterrichtet. 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit