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Ausbildung im Bereich Ingenieurwesen und IT - Binnenschiffer/in

Binnenschiffer/in

Zusammenstellung von Wasserfahrzeugverbände

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit dem Einsatz von Funkverkehr.

Die Ausbildung im Überblick

Binnenschiffer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Binnenschifffahrt (Ausbildungsbereich Industrie und Handel).

Typische Branchen

Binnenschiffer/innen finden Beschäftigung in erster Linie in Betrieben der Güter- und Personenbeförderung der Binnenschifffahrt, in (Binnen-)Hafenbetrieben und -behörden, bei Wasser- und Schifffahrtsämtern. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung im Hafenbau und im Schiffbau, bei der Vermietung von Wasserfahrzeugen und beim Frachtumschlag.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Mathematik: Um z.B. die Ladung zu planen, die Lade- und Löschzeiten oder den Verbrauch an Treib- und Betriebsstoffen berechnen zu können, sollten angehende Binnenschiffer/innen über solide Mathematikkenntnisse verfügen.
  • Werken/Technik: Kenntnisse aus den Bereichen Werken und Technik erleichtern die Wartung und Bedienung der technischen Anlagen an Bord.
  • Geografie/Erdkunde: Zum Lesen von Wasserstraßenkarten sind geografische Kenntnisse hilfreich. Wissen in Erdkunde ist ebenso gefragt, wenn die Auszubildenden beim Steuern und Navigieren der Binnenschiffe mitwirken.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Lade- und Löschzeiten; Ermitteln des Verbrauchs an Treib- und Betriebsstoffen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Durchführen von Funkverkehr)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Betreuen von Fahrgästen; Erteilen von Auskünften)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Schiffe los- und festmacht, Ankermanöver durchführt und Wasserfahrzeugverbände zusammenstellt
  • was man als Binnenschiffer/in über das europäische Wasserstraßennetz, über Fahrwasserzeichen und Fahrregeln, optische und akustische Signale und die Kennzeichen von Wasserfahrzeugen wissen muss
  • wie beim Gütertransport Ladungsgewichte berechnet und Ballast genutzt wird
  • wie der Funkverkehr eingesetzt wird
  • welche Schiffstypen man unterscheidet
  • was bei der Planung der Arbeiten, der Kontrolle der Arbeitsergebnisse und der Qualitätssicherung wichtig ist
  • wie man beim Steuern und Navigieren eines Binnenschiffes mitwirkt und die elektrischen und elektronischen Anlagen des Schiffes bedient
  • wie mit unterschiedlichen Ladungsarten - z.B. Trockengütern, flüssigen Ladungen, Containern - umzugehen ist, wie man den Ladungsumschlag plant und durchführt, Staupläne erstellt und was beim Transport gefährlicher Güter zu beachten ist
  • wie Verkehrsüberwachungssysteme angewendet werden und was man über Wasserbauwerke wie Schleusen und Hebewerke wissen muss
  • was hinsichtlich gesetzlicher Vorschriften, beispielsweise über Gütertransport und Personenbeförderung, zu beachten ist
  • wie man Kundengespräche führt, Problemlösungen im Gespräch erarbeitet und deutsche und englische Fachbegriffe anwendet

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit