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Ausbildung im Bereich Gesellschaft und Soziales - Berg- und Skiführer/in

Berg- und Skiführer/in

Aspekte des Übungsstättenbaus

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit alpinen Gefahren.

Die Ausbildung im Überblick

Berg- und Skiführer/in ist eine landesrechtlich geregelte Ausbildung, die vom Verband Deutscher Berg- und Skiführer (VDBS) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein durchgeführt wird. Sie dauert in Teilzeit i.d.R. 2,5 bis 3 Jahre.

Typische Branchen

Berg- und Skiführer/innen finden Beschäftigung in Berg- und Skischulen und bei Sportvereinen, in Sporthotels und anderen Beherbergungsbetrieben, z.B. Berghütten und bei Reiseveranstaltern.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird der Nachweis einer mindestens dreijährigen alpinen Betätigung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung gefordert: Mindestalter von 18 Jahren, Nachweis einer Ausbildung in Erster Hilfe, Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest, Führungszeugnis und ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache.

Auswahlverfahren: Die Bildungsanbieter treffen zunächst anhand eines eingereichten Tourenberichts, der einen Zeitraum von mindestens drei Jahren umfasst, eine Auswahl. Die eingeladenen Bewerber/innen absolvieren dann einen Eignungstest, in dem sie ihre Erfahrungen im Berg- und Skisport unter Beweis stellen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Sport: Angehende Berg- und Skiführer/innen bewegen sich auf Klettersteigen, Gletschern und im hochalpinen Gelände. Sportliche Begabung bzw. Sportlichkeit ist dabei unerlässlich.
  • Geografie/Erdkunde: Künftige Berg- und Skiführer/innen lernen während der Ausbildung, sich im Gelände zu orientieren. Auch die Geografie des Alpenraumes ist Bestandteil der Ausbildung. Wer bereits über Kenntnisse verfügt, ist im Vorteil.
  • Biologie: Um z.B. Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verunglückten leisten zu können, sind Kenntnisse in Biologie nötig, insbesondere in der Anatomie des Menschen. Auch für den theoretischen Unterricht in Sportbiologie oder Unfallkunde sind Biologiekenntnisse von Vorteil.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Hören und Verstehen von Zurufen auch über weite Entfernungen hinweg)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Einweisen der Tourteilnehmer/innen in das Verhalten bei Lawinengefahr, auf Klettersteigen und Eiswänden)

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

  • Sportbiologie, Unfallkunde und Erste Hilfe
  • Sportpädagogik, Sportpsychologie, Didaktik und Methodik
  • Wetter-, Schnee- und Lawinenkunde und Geografie des Alpenraums
  • Orientierung, Ausrüstungskunde und Sicherungstheorie
  • Aspekte des Übungsstättenbaus und Gerätekunde
  • Aspekte des Natur- und Umweltschutzes
  • Methodik des Felskletterns
  • Führen im alpinen Felsgelände, im vergletscherten oder verwinterten Hochgebirge
  • alpine Gefahren im (winterlichen) Hochgebirge
  • Gletscherkunde, alpine Gefahren des vergletscherten Hochgebirges

Zudem absolviert man die drei praktischen Lehrgänge Fels, Eis und Winter in der vorgegebenen Reihenfolge.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit