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Arbeitsalltag eines Bankkaufmann-Azubis

Arbeitsalltag eines Bankkaufmann-Azubis

Auch Schreibtischarbeit gehört zu den Aufgaben von Matthias Scholz. Oft berät er aber die Kunden vor Ort in der Bank.

Die angehenden Bankkaufleute lernen, was für ihr Klientel aus betriebswirtschaftlicher Sicht von Bedeutung ist.

Das Klientel: Apotheker und Ärzte.

Entscheidung gegen den Trend

Auf den ersten Blick sieht die Tätigkeit von Matthias aus wie die eines ganz normalen Bankkaufmanns. Zu seinem Arbeitsalltag gehört etwa, Kunden am Telefon weiterzuhelfen, wenn ihr Online-Banking gesperrt ist, Zweitschriften von Kontoauszügen zu verschicken, Auskünfte über Geldeingänge zu erteilen oder darauf zu achten, dass Überziehungen des Dispos im Rahmen bleiben.

„Diese Dinge haben mich schon immer interessiert, weil sie aus dem Leben gegriffen sind und jeden betreffen“, erklärt der Azubi. Während der Wirtschaftskrise habe er sich bewusst gegen den Trend entschieden und sich bei einer Bank beworben: „Ich wollte einfach wissen, wie das mit dem Kreditgeschäft so funktioniert.“

Darüber hinaus verfügt er inzwischen aber auch über fundierte Kenntnisse in einem ganz anderen Bereich. Seine Aufgabe ist es nämlich, die Berufsgruppe der Ärzte und Apotheker in all ihren Geldangelegenheiten zu unterstützen. „Das ist eine Klientel mit sehr speziellen Bedürfnissen“, sagt Matthias. Mediziner seien in finanziellen Dingen sehr bewandert, man begegne sich auf Augenhöhe: „Sie wissen genau, was sie wollen und wie es zu laufen hat.“

Fachkenntnisse gefragt

Um den Ansprüchen der Ärzte und Apotheker gerecht zu werden, müsse er stets auf dem Laufenden sein und regelmäßig Finanzzeitschriften lesen. Außerdem brauche er spezielles Fachwissen, etwa um die Mediziner bei der Eröffnung einer Praxis zu unterstützen: „Wir beraten sie auch über das Finanzielle hinaus, zum Beispiel bei der Standortfrage.“

Ein Arzt kann sich nämlich nicht überall niederlassen, wo er gerade will. Sind in einer bestimmten Gegend schon genügend Praxen aus einem bestimmten Fachbereich vorhanden, wird das Gebiet zur Sperrzone erklärt. Das bedeutet: Der Arzt bekommt dort keine Kassenzulassung und kann nur Privatpatienten behandeln.

Hohe Kreditwürdigkeit

Ein wichtiger Bereich sei außerdem die Kreditvergabe, sowohl für die Existenzgründung als auch für den Kauf einer Immobilie oder die Anschaffung von Geräten. Am Rechner gibt Matthias die Darlehensanfrage des Kunden ein. Dass Schulden nicht mehr zurückbezahlt werden könnten, komme bei seiner Bank deutlich seltener vor als bei Instituten, die allen Berufsgruppen offen stünde.

Den Kunden in allen Lebensphasen begleiten

Wichtig ist Matthias auch, die Kunden über viele Jahre hinweg in allen Finanzfragen betreuen zu können. Denn die Deutsche Apotheker- und Ärztebank ist eine Universalbank, zu der viele Kunden bereits als Studenten kommen. Später dann berät die Bank bei der Anstellung oder Existenzgründung, der Eigenheim- und Vermögensplanung bis hin zur Praxisabgabe und im Ruhestand. Für ihre Vermögensverwaltung ist die Deutsche Apotheker- und Ärztebank sogar bereits 
mehrfach ausgezeichnet worden.

Ziel und Wirklichkeit

Die Beratungen finden übrigens nicht nur am Telefon, sondern oft auch persönlich statt. Drei bis vier Mal in der Woche habe er Termine mit Kunden in der Bank: „Darauf muss man sich gut vorbereiten.“ Die Gespräche dauern meistens eine Stunde: „Bei Existenzgründungen können es aber auch schon mal zwei werden.“ Besonders spannend findet Matthias, dass er mitverfolgen kann, wie sich die neu eröffneten Praxen entwickeln.

Gelegentlich könne er sich davon sogar ein Bild vor Ort machen: „Manchmal fahren wir hin und schauen uns die Praxen an.“ Beobachten zu können, wie Ziele, die bei gemeinsamen Gesprächen gesteckt worden seien, dann Wirklichkeit werden, sei auch für ihn als Banker sehr motivierend.

Nach seiner Ausbildung will sich Matthias bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank zum Privatkundenberater weiterbilden. Vorstellen kann er sich auch, ein Studium anzuschließen: „Das wird von meiner Bank sehr unterstützt.“ Auf eine konkrete Fachrichtung habe er sich aber noch nicht festgelegt.