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Ausbildung im Bereich Ingenieurwesen und IT - Verkehrsflugzeugführer/in (ATPL (A))

Verkehrsflugzeugführer/in (ATPL (A))

Grundlagen des Fliegens

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Flugplanung und -überwachung.

Die Ausbildung im Überblick

Verkehrsflugzeugführer/in ist eine Ausbildung, die nach EU-Recht bundesweit einheitlich geregelt ist. Je nach Bildungsanbieter können z.B. Zugangsvoraussetzungen und Dauer der Ausbildung unterschiedlich sein.

Typische Branchen

Verkehrsflugzeugführer/innen finden Beschäftigung bei Fluggesellschaften, im Linienflugverkehr, bei Charterfluggesellschaften, als Firmenpilot/in für ein Unternehmen, im Krankentransport per Flugzeug, in der Schädlingsbekämpfung aus der Luft und bei der Bundeswehr in Flugschulen (mit einer entsprechenden Ausbildungsberechtigung).

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Vorausgesetzt wird häufig die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife . Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung gefordert: Mindestalter (z.B. 18 Jahre), flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1, Erklärung über schwebende Strafverfahren, Führungszeugnis, Nachweis einer Ausbildung in Erster Hilfe, Auszug aus dem Verkehrszentralregister, Nachweis guter Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch.

Bewerber/innen um eine ATPL(A)-Lizenz müssen eine Lizenz für Piloten/Pilotinnen in mehrköpfigen Flugbesatzungen (MPL) oder eine Lizenz für Berufspiloten/-pilotinnen (CPL(A)) vorweisen können und eine bestimmte Anzahl an Flugstunden absolviert haben. Wer sich regelmäßig in nicht allgemein zugänglichen Bereichen des Flugplatzgeländes aufhält, benötigt eine Bestätigung der Zuverlässigkeit von der Luftsicherheitsbehörde.

Auswahlverfahren: Bewerber/innen müssen in einem Auswahlverfahren ihre körperliche und geistige Eignung sowie ihre psychische Stabilität unter Beweis stellen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Physik: Angehende Verkehrsflugzeugführer/innen müssen beispielsweise die Gesetzmäßigkeiten der Aerodynamik beherrschen, um die fliegerischen Verfahren zu verstehen und anwenden zu können. Dazu sind gute Kenntnisse in Physik erforderlich.
  • Englisch: Im Flugverkehr wird vorrangig in englischer Sprache kommuniziert. Auch Anleitungen und Funktionsbeschreibungen sind oft nicht auf Deutsch verfügbar. Angehende Verkehrsflugzeugführer/innen sollten daher über sichere Englischkenntnisse verfügen.
  • Mathematik: Um beispielsweise Flugzeiten und Treibstoffbedarf oder Steuerkurs zu berechnen, sind gute mathematische Kenntnisse und Kopfrechnen unabdingbar.
  • Werken/Technik: Der Arbeitsplatz der angehenden Verkehrsflugzeugführer/innen ist mit modernsten Bordinstrumenten ausgestattet, die exakt bedient werden müssen. Gute Kenntnisse im Bereich Technik sind hilfreich, um die technischen Zusammenhänge schnell zu begreifen.
  • Geografie/Erdkunde: Kenntnisse der Geografie benötigen sie, um beispielsweise Wetterbedingungen in verschiedenen Klimazonen richtig einschätzen zu können.
  • Deutsch: Da die rechtlichen Bestimmungen in der Luftfahrt sehr komplex sind, erleichtern gute Deutschkenntnisse das Verständnis der anspruchsvoll formulierten Gesetzestexte.

Kenntnisse und Fertigkeiten

    • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen flugrelevanter Parameter)
    • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Hören und Verstehen von Funkverkehr mit dem Tower)
    • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Kommunizieren mit der Luftüberwachung, zum Großteil auf Englisch)
    • Textverständnis (z.B. Lesen von Flugunterlagen und -plänen)

    Ausbildungsinhalte

    Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

    • Luftrecht
    • allgemeine Luftfahrzeugkunde - Zelle/Bordanlagen/Triebwerke
    • allgemeine Luftfahrzeugkunde - Bordinstrumente
    • Masse und Schwerpunktlage
    • Flugplanung und -überwachung
    • Meteorologie
    • allgemeine Navigation
    • Funknavigation
    • Grundlagen des Fliegens
    • Sichtflugregeln-(VFR-)Kommunikation

    Die praktische Ausbildung umfasst bei einer integrierten Ausbildung mindestens 195 Stunden (mit vorgeschriebenen Anteilen an Instrumentenflug, Überlandflug, Nachtflug, Alleinflug). Die Ausbildung erfolgt teilweise auf Flugsimulatoren.

    Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit

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