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Ausbildung im Bereich Ingenieurwesen und IT - Tischler/in

Tischler/in

Handhabung von Maschinenwerkzeugen

Ein Teil beschäftigt sich mit der Herstellung von Rahmen und Gestellen.

Die Ausbildung im Überblick

Tischler/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk. 

Typische Branchen

Tischler/innen finden Beschäftigung bei Herstellern von Möbeln, Holzwaren oder Holzkonstruktionsteilen und im Tischlerhandwerk, z.B. in Bautischlereien. 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Etwa jede/r Fünfte der Ausbildungsanfänger/innen hatte vor Ausbildungsbeginn ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert, etwa jede/r Achte hatte eine Berufsfachschule besucht. Für den Zugang zur Ausbildung werden zum Teil ein Mindestalter von 16 Jahren sowie das Bestehen eines Eignungstests vorausgesetzt. 

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Mathematik: Die Grundrechenarten sowie Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung benötigen angehende Tischler/innen u.a., um Werkstückabmaße, Materialkosten und Materialbedarf zu berechnen. Geometriekenntnisse helfen bei Flächen- und Körperberechnungen.
  • Physik/Chemie: Zukünftige Tischler/innen wählen Materialien nach deren Eigenschaften aus und bearbeiten sie mit unterschiedlichen Mitteln. Kenntnisse in Physik und Chemie helfen, die jeweiligen Verarbeitungseigenschaften besser beurteilen zu können.
  • Werken/Technik: Die Handhabung von Werkzeugen, Kleinmaschinen und Material ist wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Wer Kenntnisse im Werken und technisches Grundverständnis mitbringt, ist hier im Vorteil. Da angehende Tischler/innen genaue Skizzen und Pläne anfertigen müssen, sind auch Kenntnisse im Bereich technisches Zeichnen hilfreich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Werkstückabmaßen; Ermitteln von Materialkosten und -bedarf)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Arbeitsanweisungen auch bei Maschinenlärm; Entgegennehmen von Reklamationen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten von Kunden; Abstimmen von Terminen für die Montage)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • was beim Anfertigen von Skizzen, Plänen und Zeichnungen zu beachten ist und wie man technische Unterlagen liest und den Materialbedarf ermittelt
  • wie man Arbeitsplätze, z.B. bei der Montage vor Ort, einrichtet und sichert
  • welche verschiedenen Holzarten und Holzwerkstoffe es gibt und wie man sie manuell oder maschinell bearbeitet
  • wie man Hand- und Maschinenwerkzeuge handhabt bzw. einstellt und sie instand hält
  • wie man Rahmen, Korpusse oder Gestelle herstellt
  • worauf es bei Zwischen- und Endkontrollen ankommt wie man Rahmen und Gestelle herstellt, die einzelnen Bestandteile zusammenbaut und wie die Erzeugnisse (z.B. Türen, Fenster, Treppen, Möbel) durch Teile aus Glas, Metall oder Kunststoff komplettiert werden
  • wie pneumatisch, hydraulisch, elektrisch und elektronisch gesteuerte sowie programmierbare Maschinen und Anlagen eingestellt und bedient werden
  • welche Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung es gibt, z.B. Beizen oder Färben, und wie man Holzschutzmaßnahmen durchführt
  • wie man die Erzeugnisse für den Transport vorbereitet, was bei der Montage (und Demontage) vor Ort wichtig ist, wie man Dämmstoffe, elektrische Geräte und Armaturen einbaut und die Arbeit schließlich an die Kunden übergibt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt. 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit