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Ausbildung im Bereich Sprachen und Kultur - Schriftdolmetscher/in

Schriftdolmetscher/in

Allgemeine Sprachgrundlagen

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Gerichts- und Behördenterminologien.

Die Ausbildung im Überblick

Schriftdolmetscher/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch Richtlinien von Interessenverbänden oder landesrechtlich geregelt ist. Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Typische Branchen

Schriftdolmetscher/innen finden Beschäftigung bei Vermittlungsagenturen und bei Fernsehsendern.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungsanbieter legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder die Hochschulreife vorausgesetzt. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung z.B. gefordert: Mindestalter (z.B. 18 Jahre), sehr gute Deutschkenntnisse, Beherrschung des Zehnfingersystems, bestimmte Anschlagszahl (z.B. 200) pro Minute.

Auswahlverfahren: Manche Bildungsanbieter führen ein internes Auswahlverfahren durch.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgendem Schulfach bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: Um in der Ausbildung z.B. Protokolle fehlerfrei erstellen zu können, sind gute Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse erforderlich. Deutschkenntnisse sind auch gefragt, wenn es darum geht, die Sprachbeiträge inhaltlich und sprachlich korrekt wiederzugeben.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen der Gespräche und Verhandlungen auf Konferenzen oder von Personen im Geschäftsverkehr)
  • Textverständnis (z.B. Erschließen unterschiedlicher Fachgebiete durch Fachtexte aller Art)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Übertragen des gesprochenen Wortes in Schriftsprache)

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

  • Allgemeine Sprachgrundlagen: Grammatik, Wortschatz, Rechtschreibung und Interpunktion
  • Übertragung gemeinsprachlicher und einfacher fachsprachlicher Texte
  • Beherrschung der Dolmetschtechniken und Übertragungsverfahren sowie deren technische Grundlagen
  • Fachkunde und Fachterminologie
  • Gerichts- und Behördenterminologien
  • Grundlagen der Textverarbeitung und Produktionstechniken
  • Fachspezifische Grundlagen zum Themenbereich Hörschädigung
  • Soziologische und sozialpsychologische Grundlagen der Hörschädigung
  • Rechtliche und sozialrechtliche Grundlagen zum Rehabilitationsrecht für Hörgeschädigte

Der theoretische Unterricht wird durch Kommunikations- und praktisches Einsatztraining ergänzt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit