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Ausbildung im Bereich Ingenieurwesen und IT - Schornsteinfeger/in

Schornsteinfeger/in

Betriebs- und Brandsicherheit

Ein Teil beschäftigt sich mit der Prüfung von Lüftungsanlagen.

Die Ausbildung im Überblick

Schornsteinfeger/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk. 

Typische Branchen

Schornsteinfeger/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Schornsteinfegerhandwerks und in Energieberatungsunternehmen. 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein. 

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Physik/Chemie: Angehende Schornsteinfeger/innen messen und beurteilen Abgase und Verbrennungsrückstände an Feuerungsanlagen. Daher sind in der Ausbildung Kenntnisse über physikalische und chemische Gesetze und Zusammenhänge erforderlich.
  • Mathematik: Um Feuerungsanlagen zu beurteilen, erstellen zukünftige Schornsteinfeger/innen  Arbeits-, Mess- und Prüfberichte, in denen z.B. Temperaturverläufe und Volumenströme ausgewiesen werden. Trotz elektronischer Messgeräte ist es wichtig, hierbei mit Zahlenwerten umgehen zu können. Werken/Technik: Da es Teil der Ausbildung ist, technische Unterlagen zu lesen und zu verstehen, sind Kenntnisse im Bereich Werken und Technik, insbesondere im technischen Zeichnen, nützlich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Durchführen von wärmetechnischen Berechnungen wie Wärmeleistung und -mengen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten von Kunden in feuerungs-, umwelt- und klimatechnischen Fragen)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man berufsrechtliche Regelungen des Schornsteinfeger-Handwerks sowie Regelungen aus den Bereichen des Immissionsschutzrechts, der Energieeinsparung, des Brandschutzes und des Baurechts anwendet
  • wie man die Betriebs- und Brandsicherheit insbesondere von Anlagen zur Abführung von Verbrennungsgasen, Abgasanlagen, Rauchableitungen und Lüftungsanlagen ohne thermodynamische Funktionen überwacht
  • wie man Feuerungs- und Lüftungsanlagen sowie ähnliche Einrichtungen überprüft, reinigt und misst und die passenden Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technischen Einrichtungen auswählt und anwendet
  • wie man Mängel an Feuerungs- und Lüftungsanlagen sowie Arbeitssicherheitseinrichtungen feststellt und dokumentiert
  • wie man die Betriebs- und Brandsicherheit insbesondere von Prozessfeuerungen, Blockheizkraftwerken, Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellen überwacht
  • wie man regelungs- und sicherheitstechnische Einrichtungen und die Einhaltung von Vorschriften über Feuerschutz und vorbeugenden Brandschutz kontrolliert sowie die Prüfergebnisse ermittelt, beurteilt und dokumentiert
  • wie man Anlagen und Gebäude im Hinblick auf Brand-, Immissions-, Klima-, Hygiene- und Gesundheitsschutz überprüft und Einsparpotenziale zur Steigerung der Gesamtenergieeffizienz ermittelt
  • wie man Kunden berät, z.B. über Feuerungs- und Lüftungsanlagen, Brandschutz, Energieverwendung, Energienutzungssysteme sowie über Immissions-, Klima-, Hygiene- und Gesundheitsschutz
  • wie man Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und zur Beseitigung von Funktionsstörungen ergreift und überwacht
  • wie man qualitätssichernde Maßnahmen anwendet

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

 

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit