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Ausbildung im Bereich Agrar- und Forstwirtschaft - Revierjäger/in

Revierjäger/in

Wildernährung und Wildkrankheiten

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit den Vorschriften des Waffenrechts.

Die Ausbildung im Überblick

Revierjäger/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Forstwirtschaft (Ausbildungsbereich Landwirtschaft).

Typische Branchen

Revierjäger/innen finden Beschäftigung in erster Linie bei Jagd- und Forstverwaltungen bzw. -betrieben und bei Jagd-, Forst- und Naturschutzverbänden.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein. Etwa jede/r Siebte der Ausbildungsanfänger/innen hatte vor Ausbildungsbeginn eine Berufsfachschule absolviert. Beim Umgang mit Lebensmitteln benötigt man eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes. Darüber hinaus werden in der Regel ein Jagdschein sowie der Führerschein Klasse B gefordert.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Gute Kenntnisse in Bezug auf die Wildtierarten sowie deren Verhaltensweisen sind für die Ausbildung zum Revierjäger bzw. zur Revierjägerin unabdingbar. Kenntnisse in Biologie sind für die Auszubildenden daher von Nutzen.
  • Werken/Technik: Wer handwerkliches Geschick besitzt, ist im Vorteil, wenn es beispielsweise darum geht, Revierzäune anzulegen oder zu reparieren und Fütterungseinrichtungen zu bauen.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Kontakt mit Jagdherren und Jagdgästen)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • welche einheimischen Wildtierarten es gibt und wie sie sich verhalten
  • was man über Wildernährung und Wildkrankheiten wissen muss
  • wie man sachgerecht mit Jagdwaffen und Munition umgeht und die Vorschriften des Waffenrechts beachtet
  • wie man Jagdhunde und Jagdhilfstiere hält und führt
  • wie man beim Schutz von Lebensräumen mit Naturschutzverbänden, Behörden und anderen Kooperationspartnern zusammenarbeitet
  • wie man den Jagdbetrieb plant, organisiert und durchführt
  • welche Auswirkungen die Bodeneigenschaften, das Wetter und das Klima auf die Lebensräume der Tiere haben
  • wie man Deckungsmöglichkeiten, Suhlen und Wasserflächen anlegt und unterhält
  • wie man die Beschaffenheit des Wildbrets hinsichtlich seiner Verwendung als Nahrungsmittel beurteilt und Maßnahmen zur Wildbretvermarktung durchführt
  • wie man Führungen und Veranstaltungen zielgruppengerecht vorbereitet und durchführt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit