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Ausbildung im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften - Physikalisch-technische/r Assistent/in

Physikalisch-technische/r Assistent/in

Mess-, Steuerungs-, Regelungsverfahren

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Messungen mit radioaktiven Präparaten.

Die Ausbildung im Überblick

Physikalisch-technische/r Assistent/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen und Berufskollegs . Sie dauert i.d.R. 24 Monate, ggf. auch 36-39 Monate und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Physikalisch-technische Assistenten und Assistentinnen finden Beschäftigung in Forschungseinrichtungen für angewandte Physik bei Materialprüfungsämtern, in Entwicklungsabteilungen von Unternehmen z.B. der Maschinenbau- oder Elektrotechnik.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss. Je nach Bundesland können abweichende schulische Voraussetzungen gefordert werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Physik: Die Ausbildung vermittelt physikalische Gesetzmäßigkeiten. Gute Physikkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung. Während der Ausbildung lernt man beispielsweise, wie Schaltungen mit analogen und digitalen Bauteilen entworfen, berechnet und aufgebaut werden. Kenntnisse in Elektrotechnik und Elektronik erleichtern das Verständnis.
  • Mathematik: Mathematikkenntnisse sind bei der Arbeit mit Formeln und für Berechnungen unentbehrlich.
  • Chemie: Kenntnisse in Chemie erleichtern das Verständnis bestimmter Untersuchungsmethoden, beispielsweise um Kationen oder Anionen in chemischen Verbindungen nachzuweisen.
  • Englisch: Die Fachliteratur ist oft in Englisch verfasst. Deshalb sind solide englische Sprachkenntnisse schon während der Ausbildung hilfreich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Errechnen und Prüfen von Materialeigenschaften; Arbeiten mit Formeln)
  • Textverständnis (z.B. Durchführen von Literatur- und Datenbankrecherchen)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie man Werkstoffe mittels zerstörender und zerstörungsfreier Verfahren auf Druck-, Zug- und Biegefestigkeit prüft
  • welche Mess-, Steuerungs-, Regelungsverfahren und -geräte existieren und wie elektrische Messungen fachgerecht durchgeführt werden
  • welche Normen und Darstellungsformen für die Anfertigung technischer Zeichnungen verbindlich sind
  • wie physikalisch-technische Versuchsaufbauten nach vorgegebenen Anforderungen aufgebaut, getestet und optimiert werden
  • welche physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Mechanik, Wärmelehre und Optik den elektrischen und magnetischen Feldern, Schwingungen, dem Stromfluss und der Kernphysik zugrunde liegen und wie diese auf technische Gegebenheiten anzuwenden sind
  • wie man physikalische Stoffkonstanten bestimmt und Versuche zu den Bereichen Schwingungen, Wellen und Akustik durchführt
  • wie man Messungen mit radioaktiven Präparaten unter Beachtung der Strahlenschutzbestimmungen vornimmt
  • wie Messergebnisse auf der Grundlage der beschreibenden und beurteilenden Statistik bewertet werden
  • wie man chemische Nachweisverfahren und physikalisch-chemische Analyseverfahren durchführt und auswertet
  • welche Probleme bei Stoffumsetzungen auftreten können und wie man damit umgeht
  • welche optischen Verfahren zur Erfassung von Stoffgrößen angewandt werden
  • welche Eigenschaften Sensoren haben und wie man mit ihnen Temperatur, Druck, Kraft, Beschleunigung und Weg misst
  • welche Vorschriften zum Umweltschutz, zu Arbeitssicherheit und -hygiene zu beachten sind

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit