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Ausbildung im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften - Papiertechnologe/-technologin

Papiertechnologe/-technologin

Ausrüstungs- und Verpackungsmaschinen

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit dem Einsatz von Faserstoffen und Hilfsstoffen.

Die Ausbildung im Überblick

Papiertechnologe/-technologin ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Typische Branchen

Papiertechnologen/-technologinnen finden Beschäftigung in erster Linie in Papier-, Karton- und Pappefabriken, in Zellstofffabriken, in Tapetenfabriken. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung bei Herstellern von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung, in Chemieunternehmen oder in der Abfallwirtschaft, z.B. in Recyclinganlagen.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Chemie: Chemische Kenntnisse sind für angehende Papiertechnologen und Papiertechnologinnen wichtig, da sie z.B. den Stoffgemischen für die Papierherstellung Chemikalien zusetzen, um die Papiereigenschaften zu beeinflussen, und Laboruntersuchungen durchführen, um die Qualität von Roh- und Halbstoffen sowie fertigen Papieren zu prüfen.
  • Physik: Für das Prüfen und Einstellen von pneumatischen und hydraulischen Anlagen oder für die Ermittlung grundlegender Eigenschaften von Faserstoffen und Fertigprodukten sind physikalische Kenntnisse erforderlich.
  • Werken/Technik: Für das Warten, Bedienen oder Umrüsten von Anlagen und Maschinen sind Fertigkeiten im technischen Werken hilfreich.
  • Mathematik: Für die Berechnung der Mischungsverhältnisse von Leim-, Hilfs- und Farbstoffen zur Aufbereitung der Rohstoffe benötigt man in der Ausbildung mathematische Kenntnisse.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen der richtigen Dosierung von Hilfs- und Zusatzstoffen)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Aggregate und Anlagen zur Aufbereitung von Zellstoff, Holzstoff, Altpapier und Rückstoff bedient
  • wie man Faserstoffe und Hilfsstoffe nach technischen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten prüft und einsetzt
  • wie man technische Zeichnungen, Schalt- und Funktionspläne nutzt sowie Skizzen anfertigt
  • wie man hydraulische, pneumatische und elektrisch betriebene Komponenten und Systeme unterscheidet und deren Einsatzmöglichkeiten im Produktionsprozess berücksichtigt
  • wie man chemische, biologische und mechanische Verfahren der betrieblichen Wasserver- und Abwasserentsorgung berücksichtigt
  • wie man Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe oder Zellstoff bedient und überwacht
  • wie man Ausrüstungs- und Verpackungsmaschinen überwacht und bedient
  • wie man Veredelungsverfahren unterscheidet welche Umweltschutzmaßnahmen zu beachten sind und wie man sie anwendet

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit