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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Notfallsanitäter/in

Notfallsanitäter/in

Ablauf von Notfalleinsätzen

Ein Teil beschäftigt sich mit der Erstversorgung bei Patienten.

Die Ausbildung im Überblick

Notfallsanitäter/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen . Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung. 

Typische Branchen

Notfallsanitäter/innen finden Beschäftigung bei Rettungs- und Krankentransportdiensten, bei Blutspendediensten, bei Feuerwehren. 

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:

  • ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung
  • häufig: Immunisierungsnachweis gegen Hepatitis B
  • ggf. Nachweis der Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs
  • ggf. Führungszeugnis
  • ggf. Besitz oder Erwerb eines Führerscheins für Personenkraftwagen (Klasse B) und für mittelschwere Lkws (Klasse C1: Lkws mit einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3,5 und 7,5 t)

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Chemie: Um die Wirkungsweise von Medikamenten zu verstehen, muss man sich mit biologisch-chemischen Zusammenhängen und pharmazeutischen Wirkprinzipien auskennen. Kenntnisse in Chemie erleichtern daher die Ausbildung.
  • Biologie: Krankheit und Heilung sind biologische Vorgänge. Wer sich mit biologischen Sachverhalten auskennt, ist bei der Ausbildung im Vorteil.
  • Physik: Physik gehört zu den naturwissenschaftlichen Fächern, auf denen die medizinisch-technische Ausbildung basiert. Wer Kenntnisse über physikalische Vorgänge mitbringt, ist im Vorteil.
  • Deutsch: Angehende Notfallsanitäter/innen führen bereits in der Ausbildung Protokolle und erklären den Patienten und Angehörigen die eingeleiteten Maßnahmen. Dazu sind gute Deutschkenntnisse erforderlich. 

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Entgegennehmen von Notrufen; Verstehen von Äußerungen, die über Funk vermittelt werden)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Ansprechen und Beruhigen von Verletzten; Einholen von Informationen über Verletzungen über gezielte Nachfragen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Dokumentieren der angewendeten notfallmedizinischen und einsatztaktischen Maßnahmen)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie man die Lage am Einsatzort erfasst und unverzüglich notwendige Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleitet
  • wie man bei erkrankten und verletzten Personen eine vitale Bedrohung erkennt und ggf. ärztliche Hilfe oder weitere Rettungsmittel anfordert
  • wie man die Erstversorgung bei Patienten im Notfalleinsatz durchführt
  • wie man mit Menschen in Notfall- und Krisensituationen angemessen umgeht
  • was beim Transport von Patienten im Notfalleinsatz zu beachten ist
  • was bei der Übergabe von Patienten in die ärztliche Weiterbehandlung erledigt werden muss, und wie man den Zustand von Patienten beschreibt und dokumentiert
  • wie man mit den am Einsatz beteiligten Personen, Institutionen oder Behörden kommuniziert
  • wie man sicherstellt, dass die Rettungsmittel einsatz- und betriebsfähig sind und die Hygienevorschriften und die Arbeits- und Unfallschutzvorschriften eingehalten werden
  • was beim Assistieren bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung von Patienten im Notfalleinsatz zu beachten ist
  • was beim eigenständigen Durchführen ärztlich veranlasster Maßnahmen im Notfalleinsatz zu beachten ist

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet. 

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit