Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in

Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in

Strahlenphysik, Dosimetrie und Strahlenschutz

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Spezialaufnahmegeräten und speziellen diagnostischen Techniken.

Die Ausbildung im Überblick

Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen . Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Medizinisch-technische Radiologieassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung in Krankenhäusern und in Arztpraxen bzw. Facharztpraxen für Radiologie.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel entweder ein mittlerer Bildungsabschluss und ggf. eine anschließende mindestens zweijährige Berufsausbildung oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert: ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ggf. praktische Tätigkeit vor Beginn der Ausbildung, ggf. Führungszeugnis, ggf. Nachweis über einen Hepatitis-A/B-Impfschutz.

Auswahlverfahren: Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Beispielsweise wird häufig Wert auf gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern gelegt.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Chemie: Kenntnisse in Chemie sind wichtig, da in der Medizintechnik chemische Verfahren häufig zur Anwendung kommen, etwa wenn die Konzentration und elektrische Leitfähigkeit von Lösungen bestimmt werden. Für das Verständnis der nuklearmedizinischen Ausbildungsinhalte benötigt man radiochemische Kenntnisse.
  • Physik: Ebenso werden physikalische Verfahren angewendet. Insbesondere sind Kenntnisse über Elektrodynamik, elektromagnetische Wellen, Magnetismus und Kernphysik von Vorteil.
  • Biologie: Krankheit und Heilung sind biologische Vorgänge. Wer sich mit biologischen Sachverhalten auskennt, ist bei der Ausbildung im Vorteil, z.B. um zu verstehen, wie diagnostische Radiologie und Strahlentherapie eingesetzt werden und wie Strahlung auf den Körper wirkt.
  • Mathematik: Wer Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung beherrscht, erleichtert sich in der Ausbildung z.B. das Berechnen von Dosis und Dosisleistung und von Impulsraten und Korrekturfaktoren.
  • Englisch: Sowohl die medizintechnische Fachliteratur als auch Fachbegriffe sind häufig in Englisch. Mit guten Englischkenntnissen ist man deshalb in der Ausbildung im Vorteil.
  • Latein: Wer auf Kenntnisse in Latein zurückgreifen kann, hat es beim Erlernen der medizinischen Fachterminologie leichter.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Analysieren der Untersuchungsergebnisse von Körperflüssigkeiten, Ausscheidungen und Blut; Berechnen von Dosis und Dosisleistung)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von ärztlichen Anweisungen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Informieren von Patienten über mögliche Risiken der Untersuchung)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Zusammenstellen und Dokumentieren von Untersuchungsergebnissen)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie die Strahlentherapie funktioniert (z.B. strahlenbiologische, physikalische und apparative Grundlagen, Bestrahlungsmethoden, Einstelltechniken und Lagerungshilfen)
  • was bei der Nuklearmedizin beachtet werden muss
  • welche physikalischen Eigenschaften die Röntgenaufnahmetechnik besitzt, wie diese sich auswirken und was bei Röntgenaufnahmen beachtet werden muss
  • welche Spezialaufnahmegeräte und welche speziellen diagnostischen Techniken es gibt und was im Hinblick auf Strahlenphysik, Dosimetrie und Strahlenschutz beachtet werden muss
  • wie Computertomografie, Sonografie, Magnetresonanztomografie, Elektrodiagnostik, Elektrokardiografie und Blutdruckmessung funktionieren
  • was bei der Bildverarbeitung in der Radiologie beachtet werden muss (z.B. digitale Bildentstehung und -verarbeitung)
  • wie man radiologische Diagnosen und andere bildgebende Verfahren erstellt
  • welche Kontrastmittel in der bildgebenden Diagnostik angewendet werden
  • welche physikalischen Grundlagen in der medizinisch-technischen Assistenz von Bedeutung sind (z.B. Größen und Einheiten, elektromagnetische Erscheinungen)
  • was bei Sterilisation und Desinfektion beachtet werden muss
  • wie der menschliche Körper aufgebaut ist und funktioniert (Physiologie)

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit

  • porttorrent.com
  • xxtorrents.com
  • unitedtorrent.com