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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

Grundlagen der Prävention und Rehabilitation

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Techniken der Massagetherapie.

Die Ausbildung im Überblick

Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen . Sie dauert 2,5 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Masseure und medizinische Bademeister bzw. Masseurinnen und medizinische Bademeisterinnen finden Beschäftigung in Krankenhäusern, in Massagepraxen, in Gesundheitszentren, in Rehabilitationskliniken, in Altenheimen und bei Pflegediensten in Bädern, Saunen und Fitnesszentren.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene, mindestens einjährige Berufsausbildung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert: ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ggf. orthopädisches Gesundheitszeugnis, Tuberkulose-Untersuchung oder Allergietest, ggf. Führungszeugnis, ggf. Praktikum vor Beginn der Ausbildung.

Auswahlverfahren: Ggf. wählen die Berufsfachschulen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Die Auswahl erfolgt meist nach dem schulischen Leistungsstand, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern. Teilweise ist auch ein Eignungstest bzw. eine praktische Aufnahmeprüfung zu bestehen. 

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: In der Ausbildung beschäftigen sich die angehenden Masseure und medizinischen Bademeister bzw. Masseurinnen und medizinischen Bademeisterinnen damit, wie der Bewegungsapparat des Menschen aufgebaut ist und wie er funktioniert. Wer bereits über Kenntnisse in Anatomie verfügt, ist im Vorteil.
  • Physik/Chemie: Einige spezielle Therapien basieren auf physikalischen und chemischen Wirkungsweisen. Wer Kenntnisse in den genannten Fächern besitzt, versteht Zusammenhänge leichter.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Abrechnen von Leistungen mit Sozialversicherungsträgern)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von z.T. ungenauen Äußerungen der Patienten)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Führen von intensiven Beratungsgesprächen mit Patienten)
  • Textverständnis (z.B. Erfassen von ärztlichen Diagnosen und Verordnungen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Abfassen von Behandlungsberichten)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie man physikalisch-therapeutische Befunde erhebt (sichtbarer, tastbarer, messbarer Befund) und dokumentiert, wie man Behandlungsdauer, -intervalle und -intensität festlegt
  • welche Techniken der Massagetherapie es gibt (z.B. klassische, Bindegewebs-, Segment- sowie Periostmassage, d.h. Druckanwendungen auf die Knochenhaut), wie sie wirken, wie und bei welchen Krankheitsbildern sie anzuwenden sind
  • wie Reflexzonen in Haut, Bindegewebe und Muskulatur entstehen und wodurch sie gestört werden können, welche Techniken der Reflexzonentherapie in bestimmten Fällen zum Einsatz kommen
  • welche Sonderformen der Massagetherapie es gibt, beispielsweise manuelle Lymphdrainage, komplexe physikalische Entstauungstherapie, Unterwasserdruckstrahlmassage, Sportmassage
  • welches die Grundlagen und Anwendungsgebiete der Elektro-, Licht- und Strahlentherapie sind
  • wie Wärme-, Kälte- und Inhalationsbehandlungen sowie hydrotherapeutische Verfahren, insbesondere Kneippsche Anwendungen und medizinische Bäder, durchgeführt werden
  • wie der Bewegungsapparat eines Menschen aufgebaut ist und funktioniert (z.B. Muskelaufbau und -funktionsweise, Skelettaufbau und Aufbau der Gelenke, Funktionsweise der Wirbelsäule, des Schultergürtels und der Arme, des Beckens und der Beine) wie Blut, innere Organe, Sinnesorgane, das Herz-Kreislauf-System sowie das Nervensystem aufgebaut sind und funktionieren
  • wie Krankheiten entstehen und ablaufen und wie man sie feststellt, unter anderem in den Bereichen innere Medizin, Orthopädie/Traumatologie, Chirurgie, Neurologie, Pädiatrie, Geriatrie, Arbeits- und Sportmedizin
  • was die Grundlagen der Prävention und Rehabilitation sind

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit

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