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Koch/Köchin

Koch/Köchin

Koch-Azubi

Zutaten einkaufen, Speisekarte zusammenstellen, Aufgaben einteilen... das alles gehört ebenso zum Beruf eines Kochs.

Dass Kochen eine hohe Kunst ist, zeigen uns die Fernsehköche jeden Tag.
Allerdings gehört mehr zum Beruf als das Zubereiten von Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts. Das Zusammenstellen von Speiseplänen, der Einkauf der Zutaten und deren fachgerechte Lagerung sind genauso wichtig.

Klassischerweise arbeitest du als Koch in Restaurants, Großküchen, Hotels oder auch in Catering-Firmen. Aber auch Kreuzfahrtschiffe, Pflegeheime oder Kranken-häuser sowie Hersteller für Fertigprodukte und Tiefkühlkost brauchen Köche. Da deutsche Köche im Ausland einen guten Ruf haben, steht dir die Welt offen.

In deiner Ausbildung lernst du nicht nur das Kochen, sondern auch Kaufmännisches und Organisatorisches wie Warenkunde, Ernährungslehre, Lagerhaltung oder auch hygienische und ökologische Vorschriften. Wirtschaftliches Denken und Preise vergleichen beim Einkauf und der Umgang
mit moderner Küchentechnik gehören ebenfalls zum Beruf des Kochs.

Nach der Ausbildung kannst du dich spezialisieren, unter anderem als:

  • Großküchenkoch (also in Kantinen, Mensen, Jugendherbergen…)
  • Saucier (Soßenherstellung)
  • Sous-Chef (stellvertretender Küchenchef)
  • Spezialitätenkoch (Beispiel Diäten, Sushi…)
  • Grilleur (Zubereitung von Grillfleischgerichten)

Wo arbeitest du?

  • Restaurants
  • Hotels
  • Kantinen
  • Krankenhäuser
  • Pflegeheime
  • Kreuzfahrtschiffe

Schulabschluss: kein Abschluss vorgeschrieben
Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Wieviel verdienst du?

Ausbildungsgehalt: ca. 380 bis 670 Euro
Einstiegsgehalt nach Abschluss: ca. 1.200 bis 1.800 Euro

Koch-Ausbildung bei Feinkost Käfer

Die Arbeitsbedingungen sind nicht zu unterschätzen - 45 Grad in der Küche und den ganzen Tag auf den Beinen.
Azubi bei Käfer in München

Im Partyservice, der weltweit bei Veranstaltungen das Catering stellt, lernte Michaela alles kennen: von großen Events mit tausend Gästen bis zum romantischen Candle Light-Dinner zu zweit: „Die Köche des Käfer-Caterings erfüllen alle Kundenwünsche“, so Maximilian Kamm.

Partyservice und à la carte

Michaela Walter (19) macht bei Feinkost Käfer eine Ausbildung zur Köchin. Sie erzählt: „In der Schule habe ich Kochen als Wahlfach gehabt!“ Nach ihrem Abschluss bewarb sie sich bei Käfer und durchlief alle Abteilungen: Partyservice, Fleisch- und Käsetheke im Feinkostladen sowie Pâtisserie, die für süße Nachspeisen zuständig ist, und das Restaurant Käfer-Schänke.

Besonders schätzt sie die Vielseitigkeit ihres Ausbildungsbetriebs: „Partyservice ist ganz anders als à la carte im Restaurant zu kochen. In der Restaurantküche ist es heiß und laut und es muss schnell gehen. Wenn man Catering macht, hat man mehr Ruhe, Menüs oder Büffets vorzubereiten und vor Ort anzurichten.“ Bei der Veranstaltung steht Michaela mit hoher Kochhaube und hübscher Schürze auch am Büffet. Einmal musste sie Kunden auf Englisch zum Menü beraten: „Aber mit meinem Schulenglisch komme ich gut zurecht und im ersten Jahr der Berufsschule haben wir auch Fachbegriffe auf Englisch gelernt!“

Die größte Veranstaltung, bei der Michaela bisher dabei sein durfte, war der Ball des Sports in Wiesbaden, bei dem 2.200 Gedecke – so heißen im Jargon die mit Essen angerichteten Teller – auf die Gäste warteten und von Michaela und ihren Kollegen rechtzeitig angerichtet werden mussten. „Wie am Fließband wirkt das dann“, so die angehende Köchin: „Einer macht immer dasselbe, bei allen Gedecken“, lacht Michaela.

Acht Tonnen Blaukraut stemmen

Während der Wiesnzeit geht es natürlich auch hoch her bei Käfer. Maximilian Kamm weiß: „Wir kochen jedes Jahr bis zu acht Tonnen Blaukraut allein für die zwei Wochen Oktoberfest!“ Und Michaela ergänzt: „Es kann schon vorkommen, dass man die ganze Zeit Spätzle macht, aber das ist zeitlich absehbar!“

„Zur Wies‘n dürfen die Azubis allerdings noch nicht mit, das ist mit den Arbeitszeiten nicht zu vereinbaren“, erklärt Maximilian Kamm. Als Belohnung für besonderen Fleiß oder gute Noten in der Berufsschule dürfen die Azubis ab und zu auf große Events ins Ausland mitkommen. Für solche Aufträge fliegen dann Köche aus Deutschland extra ein: „Wir haben in Abu Dhabi Catering gemacht, in Shanghai, Portugal und für den Scheich von Bahrain“, zählt der Azubileiter auf.

Strenge Hierarchie in der Küche

Wer sich für eine Karriere als Koch entscheidet, kann es zum berühmten Sterne- oder TV-Koch bringen. „Man muss aber auch den strengen Ton in der Großküche einstecken können“, erzählt Maximilian Kamm. „Die Hierarchie in der Küche ist fast ein bisschen wie bei der Bundeswehr. Es gibt an der Spitze den Mâitre de Cuisine, den Küchenchef, dann den Souschef, den Chef de Partie und den Jungkoch, den Commis de Cuisine.“ Der Job sei hart, weil man den ganzen Tag auf den Beinen sei, erklärt der Ausbildungsleiter, der auch aus der Gastronomie kommt. „Zudem ist es in der Küche auch heiß“, erzählt Michaela: „Es hat teilweise 45 Grad, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt.“

Für die Ausbildung zum Koch brauchen Schüler nicht zwingend einen Realschulabschluss, auch ein Quali reicht aus. Wichtiger als gute Noten ist nämlich praktisches Talent in der Küche. Um sich ein Bild von den Azubis machen zu können, gibt es extra Auswahltage und Schnuppertage bei Käfer, bei denen die Schüler einen Einblick in den Beruf bekommen. Michaela erinnert sich an ihr Probearbeiten zurück, für das sie Crêpes-Streifen fürs Oktoberfest verpacken und einfrieren musste: „Danach konnte ich dann einige Zeit keine Crêpes mehr sehen“, lacht sie.

Koch in New York

Ob sie sich später auf Saucen, Nachspeisen oder ein anderes Spezialgebiet festlegen wird, weiß Michaela noch nicht: „Ich will erst einmal Erfahrung sammeln!“ Azubis von Käfer sind gefragte Köche, so Maximilian Kamm: „Ein Azubi ist ins Münchner Sternelokal Tantris gegangen und ein anderer kocht in New York!“

Welche Tipps Fernsehkoch Martin Baudrexel für euch hat, könnt ihr hier im Interview nachlesen. >>