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Ausbildung im Bereich Recht - Justizfachangestellte/r

Justizfachangestellte/r

Zwangsvollstreckungsverfahren

Ein Teil beschäftigt sich mit der Mitwirkung in Zivilprozessverfahren.

Die Ausbildung im Überblick

Justizfachangestellte/r ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst.

Typische Branchen

Justizfachangestellte finden Beschäftigung bei Verwaltungs-, Zivil- oder Strafgerichten, bei Staatsanwaltschaften, in Notariaten und Rechtsanwaltskanzleien.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: Fundierte Deutschkenntnisse sind für angehende Justizfachangestellte sehr wichtig, um Protokolle zu verfassen oder Schriftstücke anzufertigen.
  • Mathematik: Kosten- und Zinsberechnungen gehören zu den Aufgaben von angehenden Justizfachangestellten. Wer über gute Kenntnisse in Mathematik verfügt, ist im Vorteil.
  • Wirtschaft/Recht: Um Mandanten über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten informieren zu können, sind Kenntnisse in Wirtschaft und Recht hilfreich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Fristen, Kosten und Zinsen; Ermitteln von Gebühren für Verfahren und Verwaltungsvorgänge)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Wünschen bzw. Anliegen von Bürgern und Aufzeigen von Zuständigkeiten)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Führen von Beratungsgesprächen; Erteilen von Auskünften in Serviceeinheiten bei Gericht)
  • Textverständnis (z.B. Erfassen von juristischen Texten und Sachverhalten)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Verfassen von Protokollen; Anfertigen von Aktennotizen oder Schriftstücken)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man in Zivilprozessverfahren mitwirkt, Ladungen von Amts wegen vornimmt, die Rechtskraft bescheinigt, Kosten berechnet und spezifische Akten und Register führt
  • wie man Auflagen und Weisungen in Bezug auf Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren überwacht und Protokolle in der Hauptverhandlung führt
  • was bei Zwangsvollstreckungsverfahren zu beachten ist
  • welche Informations- und Kommunikationstechniken es gibt, welche Auswirkungen sie auf die Arbeitsorganisation haben und wie man sie nutzt
  • wie man Vorschriften zur Datensicherheit anwendet
  • was bei Ehe- und Familiensachen zu beachten ist
  • wie man Eintragungen ins Grundbuch vornimmt, Einsicht ins Grundbuch gewährt und Anträge präsentiert
  • wie die Vorschriften zur Kostenberechnung angewendet, Kosten eingezogen und Vorschüsse rückerstattet werden
  • wie man Veröffentlichungen bei Insolvenzen veranlasst was bei Verfahren vor dem Nachlassgericht zu beachten ist und wie man letztwillige Verfügungen verwahrt und zur Eröffnung entgegennimmt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit