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Interview mit Gordon Kleebaum

Interview mit Gordon Kleebaum

Gordon Kleebaum

Gordon Kleebaum ist DEHOGA-Ausbildungsbotschafter für Köln und wirbt gerne für vielfältige Karrierewege in der Hotel- und Gastronomiebranche.

Vom Kochazubi zum Direktor

Herr Kleebaum, wie ist eigentlich Ihr persönlicher Karriereweg nach der Schule verlaufen?
Gordon Kleebaum: Mit einem durchschnittlichen Realschulabschluss startete ich eine Kochausbildung im Novotel Duisburg. Dort habe ich nach knapp einem Jahr die Seite gewechselt und die Ausbildung als Hotelfachmann im selben Hotel fortgeführt. Nach erfolgreich absolvierter Abschlussprüfung habe ich meine Berufserfahrung ebenfalls in dem Novotel am Empfang als Night Auditor; Empfangs- und Reservierungsmitarbeiter gesammelt.

Nach eineinhalb Jahren erhielt ich dann die Möglichkeiten erste Führungserfahrungen als Betriebsassistent im Novotel Wuppertal zu sammeln. Innerhalb eines Weiterbildungsprogramms für junge Führungskräfte konnte ich mich in meiner Position festigen und meine Kompetenzen erweitern. Im selben Hotel übernahm ich die Rolle des Rooms Division Manager, bevor ich den Markenwechsel nach ibis machte. Hier war ich in München als Direktionsassistent im ibis Hotel München Messe tätig. Zeitgleich erhielt ich die Einblicke des Headquarters der Accor Hospitality Germany GmbH, welche ebenfalls in München ihren Sitz hat und von dort aus zentral Europa betreut.

Und dann sind Sie zügig zur  Führungskraft aufgestiegen?
Gordon Kleebaum: In 2004 erhielt ich dann mit 26 Jahren die Möglichkeit als Hoteldirektor das ibis Hotel Köln Airport zu leiten. Nach sieben Jahren erfolgreicher Tätigkeit bin ich nun seit 2011 im Herzen von Köln tätig und leite das ibis Hotel Köln Centrum mit 208 Zimmern, einer 24 Stunden geöffneten Hotelbar und zwei Tagungsräumen. Außerdem bin ich Mitglied in der IHK-Prüfungskommission sowie ehrenamtlich als DEHOGA-Ausbildungsbotschafter für Köln tätig. Des Weiteren bin ich noch Mitglied der KAUSA Servicestelle Köln, die sich um junge Menschen mit  Migrationshintergrund kümmert und  ihnen den Einstieg in die Ausbildung- und Berufswelt erleichtern möchte.

Wie ist aktuell das Interesse der Schulabgänger an einer Ausbildung in der Kölner Gastronomie- und Hotelleriebranche?
Gordon Kleebaum: Das ist völlig unterschiedlich, wie die Neigung der Schulabgänger ist. IT-Affine Schulabgänger können wir nicht mit der Branche begeistern, wobei hingegen dienstleistungsorientierte junge Menschen hohes Interesse an den zahlreichen Karrieremöglichkeiten in den gastorientierten Berufen haben.

Wie machen Sie Jugendlichen eine Karriere in Ihrer Branche schmackhaft?
Gordon Kleebaum: Wir gehen vor allem direkt in die Schulen oder holen die Schüler in die Hotels. Dies kann über einzelne Schnuppertage oder auch über ein längerfristiges Praktikum organisiert werden. Gerade pfiffig und positiv auffällige Praktikanten sind oft die Auszubildenden von morgen. Accor bietet gastorientierte Ausbildungsberufe wie Hotel- oder Restaurantfach, Hotelkaufmann, Koch und Fachkraft im Gastgewerbe an. Mit dieser Basis hat man rund 100 Karrieremöglichkeiten und dies nicht nur im Inland. Denn alle genannten Ausbildungsberufe sind weltweit gern gesehen. Essen, Trinken und Schlafen muss der Mensch und reisen wird er auch. Von daher wird es auch immer unsere Branche geben, was eine Zukunftssicherung mit Perspektive bedeutet!

Mit welchem Schulabschluss bewerben sich die meisten Schüler?
Gordon Kleebaum: Auch dies ist unterschiedlich. Ich habe Abiturienten, Bewerber mit einer Mittleren Reife aber auch Hauptschulabgänger bewerben sich offen bei mir.

Welche Angebote gibt es speziell für Abiturienten?
Gordon Kleebaum: Generell gibt  es mehrere Möglichkeiten, sich seine Karriere in den gastorientierten Berufen zu gestalten. Zum einen über eine herkömmliche duale Ausbildung der sechs gastorientierten Berufe. Im Anschluss hat man die Möglichkeit, auf der Hochschule unter anderem im Hotelmanagement zu studieren. Außerdem gibt  es aber auch die Möglichkeit, über das duale Studium das Hotelmanagement zu studieren. Auch hier ist ein nicht unerheblicher Anteil an Praxis im Betrieb vorgesehen.

Welchen Weg können Schüler mit Mittlerer Reife beschreiten?
Gordon Kleebaum: Hier bin ich ein gutes Beispiel. Wenn man mit Eifer und Fleiß an seinen Zielen arbeitet, sich immer kleine Meilensteine setzt und  dann noch  Geduld mitbringt, dann stehen jedem Tür und Tor offen. Ein jeder selbst bestimmt wie und wo seine Reise hingeht. Accor, der Konzern, zu dem die ibis-Hotelkette gehört, ist dabei ein starker Partner, der auch eine eigene Academie hat. Bereits in der Ausbildung erhält man erste Berührung mit der Academie. Von einem „Welcome Day“ über den „Orientation Day“ bis hin zum „Accor Azubi Award“ begleitet das Ausbildungsmanagement von Accor die Azubis von Anfang an. Nach der Ausbildung stehen zahlreiche Schul- und Weiterbildungsmodelle zur Verfügung.

Welche Voraussetzungen sollten die Bewerber mitbringen?
Gordon Kleebaum: Ich pflege die Aussage „GASTherzlichkeit ist keine Frage der Herkunft“. Dies bedeutet, dass egal woher man kommt und egal welche Fähigkeit jemand mitbringt, dass alles Entscheidende ist, dass der Bewerber von Natur aus herzlich ist, gerne mit Menschen umgeht und die Bereitschaft zur Dienstleistung hat. Aufgrund der hohen Internationalität in der Branche sollte man der englischen Sprache mächtig sein. Alles andere kann man erlernen. Natürlich ist eine gute Schulbildung und sind Sozialkompetenzen, wie zum Beispiel Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortung von Vorteil.

Welche Perspektive bietet sich Berufseinsteigern in der Gastronomie-  und Hotellerie in Deutschland und im Ausland?
Gordon Kleebaum: Accor bietet mit seinen Hotelmarken Sofitel, Pullman; MGallery; Novotel; Suite Novotel; Mercure, ibis; ibis styles und ibis budget vom Luxus / Uspcale-Segment bis hin zum Economy-Segment weltweit für jeden Gast ein passendes Hotelsegment und demnach auch für jeden Mitarbeiter die richtige Karrieremöglichkeit.

Weitere Infos unter: www.accorcareer.de