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Hotelfachkraft & Koch DUAL (Portugal)

Hotelfachkraft & Koch DUAL (Portugal)

Hotelfachkraft DUAL in Portugal

Wer sich am DUAL-Programm in Portugal beteiligt, arbeitet in der Nähe von Traumstränden.

Schulflur in Portimao

Das DUAL-Programm in Portugal lockt immer mehr Sprachbegeisterte.

Die Ausbildung Hotelfachkraft sowie Koch organisiert das Centro DUAL, die Berufsschule der deutsch-portugiesischen Industrie- und Handelskammer  (DPIHK). Dort findet auch der berufsbegleitende Blockunterricht bis zum Abschluss statt.

Ab 2015 stehen den Auszubildenden eine Lehrküche sowie ein Restaurant für praktische Übungen während des Berufsschulunterrichts zur Verfügung. Während des praktischen Einsatzes im Ausbildungsbetrieb ist die Verpflegung in der Arbeitsstätte gewährleistet.

Ausbildung mit bester Aussicht

Annika Müller und Gregor Heiss haben ihre Ausbildung gemacht, wohin andere in den Urlaub fahren: nach Portugal. Die beiden Abiturienten entschieden sich für das DUAL-Programm der Deutsch-Portugiesischen Handelskammer (DPIHK) und wurden in Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels an der Algarve in deutscher Sprache zum Koch und zur Hotelfachfrau ausgebildet.

Start mit Intensiv-Sprachkurs

Wie alle deutschen Auszubildenden, die nach Portugal kommen, haben Annika und Gregor ihre Lehrzeit mit einem Intensivkurs Portugiesisch begonnen. Das Hotelmanagement, das sie begleitet, spricht zwar Englisch, doch sollten die Hotelfachstudenten ebenso mit Kollegen und auch den portugiesischen Gästen kommunizieren können. Die Ausbildung zum Hotelfachmann und Koch dauert jeweils 2,5 Jahre. Der Abschluss ist international anerkannt.

Start des DUAL-Programms ist jährlich im April und Oktober. „Anfangs war es schwierig, Hotels für diese Ausbildung zu gewinnen“, erzählt Anabela Rodrigues, die Leiterin des DUAL Ausbildungszentrums in Portimão. Hotelmanager seien zögerlich gewesen und unsicher, ob das funktioniere. „Das portugiesische Ausbildungssystem sieht ganz anders aus. Die Ausbildung ist weniger breit und in erster Linie theoretisch.“

Mittlerweile rennen die Hotels an der Algarve und auf Madeira DUAL die Türen ein, da den Auszubildenden der Ruf vorauseilt, dass sie zuverlässig, flexibel und vor allem mehrsprachig sind. „Wir können 200 Auszubildende in den besten Hotels unterbringen“, sagt Frau Rodrigues. Und Anrufe wie „I want your German students“, muss sie zu oft negativ beantworten, weil sie nicht so viele Studenten hat.

Top-Hoteladressen für die Ausbildung

An die Auswahl der Hotels, die sich am Ausbildungs-Programm beteiligen, stellt DUAL strenge Ansprüche. In Frage kommen nur erstklassige Häuser. Die Ausbildung nach deutschem Maßstab muss eingehalten werden. Das kontrolliert Anabela Rodrigues auch regelmäßig in Gesprächen und Besuchen beim Hotelmanagement und bei den Auszubildenden.

Dass die Deutsch-Portugiesische Handelskammer mit DUAL weltweit bekannte Hotelketten als Ausbildungsbetriebe zur Verfügung stellt, hat Annika Müller letztendlich auch überzeugt, in den Süden Europas zu gehen, um Hotelfachfrau zu werden. „Wer in solchen Häusern gelernt hat, kann bei späteren Bewerbungsgesprächen international punkten“, ist sich Annika sicher. Annika hatte nach dem Abitur zunächst sehr gute Erfahrungen als Au pair in den USA gemacht und so fasste sie den Entschluss, „eine Ausbildung im Ausland anzustreben und noch eine weitere Fremdsprache zu lernen“.

Annika Müller hat ihren Abschluss zur Hotelfachfrau geschafft.
Annika als Barkeeperin
Gar nicht so einfach: Beim Zimmerservice musste Annika sorgfältig Hand anlegen. Dazu gehört auch das Überziehen der Betten.
Annika als Zimmermädchen

Vielfalt bei den Unterrichtsfächern

Für Annika war entscheidend, „dass die Ausbildung auch in Deutschland anerkannt wird. Überzeugt hat mich bei dem DUAL-Programm in Portugal das abwechslungsreiche Konzept, die Vielfalt der Unterrichtsfächer und die erwähnten Top-Hoteladressen!“ Was sie in Portugal konkret erwarten würde, konnte sich Annika nicht so recht vorstellen: „Bis zu meinem Ausbildungsstart hatte ich mir über dieses Land, die Leute, die Sprache und die Kultur nicht so viele Gedanken gemacht. Zu meiner eigenen Überraschung bin ich aber jetzt in der Lage, Romane über Portugal zu erzählen.“

Neugier auf andere Länder

Annika war fest davon ausgegangen, dass sie nach zweieinhalb Jahren die portugiesische Sprache perfekt beherrsche. „Diese Erwartung hat sich leider nicht ganz erfüllt. Ich kann sicherlich mehr verstehen, als sprechen.“ Wird sie nach ihren schönsten Erlebnissen gefragt, hat sie die Antwort sofort parat: „Besonders schön war zu sehen, wie sich jeder Auszubildende aus meiner Klasse in der gesamten Zeit verändert hat und wie unterschiedlich die Wege sind, die jeder eingeschlagen hat. Manche sind in Portugal geblieben, einige sind nach Deutschland zurückgekehrt und mich hat es zurück nach Kalifornien geführt.“ Annika hatte nach ihrer Ausbildung in Portugal lange überlegt, dort zu bleiben.

„Schließlich habe ich dort  eine wunderschöne Zeit verbracht.“ Aber die Neugier auf andere Länder hat sie nicht ruhen lassen! „So habe ich den Entschluss gefasst, in die Welt zu ziehen, um dort weitere Erfahrungen im Hotelgewerbe zu sammeln, die für mich wichtig sind. Ich kann nur jedem jungen Menschen raten, über den Tellerrand Deutschland zu schauen und das Leben in die eigenen Hände zu nehmen.“ Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, offen auf andere Nationalitäten zuzugehen und mehr als eine Sprache zu sprechen. „Genau diese Chance bieten Ausbildungskonzepte wie  das  DUAL-Programm“, motiviert Annika.

Führungspositionen schnell erreichbar

Nach der dualen Ausbildung bildet sich jede Fachkraft entsprechend ihrer Stärken und Interessen durch Praxiserfahrung in den verschiedenen Betrieben der Hotellerie und Gastronomie weiter. Diese praktische Berufserfahrung, in Verbindung mit gezielt theoretischer Weiterbildung, entwickelt dann die Basis zum schnellen Aufstieg in Führungspositionen.

Nach dem Einstieg in den Beruf des Hotelfachmanns zum Beispiel als Rezeptionist, Bartender, Bankettkellner, Buchhalter, Personalsachbearbeiter oder Sales & Marketing- Mitarbeiter, ergeben sich mit einem Studium im Bereich Tourismus oder der Hotelfachschule (mit dem Abschluss des Hotelbetriebswirts nach zwei Jahren) attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten. „Viele streben auch einen Abschluss an der Barmixerschule an oder belegen Sommelier- Lehrgänge
oder Hausdamen-Seminare“, erinnert sich Annika.

Ausbildung zum Koch in Portugal

Zeit für Landeskunde: Gemeinsam erkunden die Azubis aus Deutschland Portugal.
Azubis in Portugal

Von den Erfolgschancen nach der Ausbildung zum Koch in Portugal schwärmt auch Gregor Heiss. Er hatte sich für die Teilnahme am DUAL- Programm entschieden, weil er ebenfalls eine neue Sprache lernen und Erfahrungen im Ausland machen wollte. Im September 2010 hat er seine DUAL-Ausbildung zum Koch mit der Note 2 beendet und arbeitet inzwischen erfolgreich in Süddeutschland. Portugal vermisst er: „Besonders das warme Wetter, den Strand, die ausgeprägte Jugendkultur und die Offenheit der Portugiesen“, so Gregor.

Für ihn sind die Perspektiven sehr gut:  „Hotelfachschule mit dem Abschluss des Küchenmeisters nach einem Jahr oder die Weiterbildung zum Techniker in der Fachrichtung Lebensmittelverarbeitung oder Lebensmitteltechnik sind da zum Beispiel denkbar. „Viele Wegbegleiter aus Portugal haben nach der Ausbildung zum Koch noch zwei Jahre an der Hotelfachschule für den Abschluss des Hotelbetriebswirts angehängt“, erinnert sich Gregor, der zu dem Großteil seiner Mitstreiter im DUAL-Programm zum Koch noch heute Kontakt hat. „Wir sind wie
eine große Familie, die in der Welt zu Hause ist.“

Die Fakten in Kürze: Koch und Hotelfachkraft

  • Dauer: 2,5 Jahre
  • Ausbildung: Duale Ausbildung, davon sechs Monate Theorie. Praktischer Teil in 4-5 Sterne Hotels und erstklassigen Restaurants der gehobenen Gastronomie an der Algarve, auf Madeira oder in Lissabon
  • Zertifikat: Ausbildungsdiplom mit Anerkennung des deutschen Industrie- und Handelskammertages, Arbeitszeugnis des jeweiligen Betriebs, Abschlusszeugnis der Berufsschule (Centro Dual Portimão)
  • Anforderung: Abitur oder sehr guter Realschulabschluss, sehr gute Englischkenntnisse, erfolgreiches Bestehen des Bewerbertages in Deutschland oder Portugal
  • Alter: 18-25 Jahre
  • Kosten: Einmalig fallen Einschreibegebühren nach verbindlicher Anmeldung an (360 Euro in Portugal, 525 Euro in Deutschland), 500 Euro für den Intensiv-Sprachkurs, 280 Euro Prüfungsgebühr. Monatliches Schulgeld: 75 Euro. Jährliche Kosten für Transfer (80 Euro), Fachliteratur (300 Euro), Exkursionen (60 Euro)


Mehr Infos unter: www.ccila-portugal.com