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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Gesundheitsaufseher/in / Hygienekontrolleur/in

Gesundheitsaufseher/in / Hygienekontrolleur/in

Allgemeine Berufs-, Verwaltungs- und Rechtskunde

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten.

Die Ausbildung im Überblick

Gesundheitsaufseher/in bzw. Hygienekontrolleur/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung im Bereich öffentliches Gesundheitswesen (Medizinalfachberuf), die landesrechtlich geregelt ist. Die Dauer ist unterschiedlich. Die Aus- bzw. Weiterbildung führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Gesundheitsaufseher/innen bzw. Hygienekontrolleure und -kontrolleurinnen finden Beschäftigung in erster Linie bei Behörden der Gesundheitsverwaltung, insbesondere in Gesundheitsämtern. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung bei Hilfsorganisationen, bei Rettungsdiensten und im Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen 2-jährigen Ausbildung in einem Beruf des Gesundheitswesens bzw. einer abgeschlossenen Ausbildung als Desinfektor/in inklusive 2-jähriger praktischer Tätigkeit. Alternativ kann zugelassen werden, wer die Voraussetzungen bezüglich der Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger/in erfüllt. Darüber hinaus wird je nach Bildungsanbieter z.B. ein Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest gefordert.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: Angehende Gesundheitsaufseher/innen bzw. Hygienekontrolleure und -kontrolleurinnen lernen in der Ausbildung Sachverhalte der Luft-, Boden-, Wasser- sowie Abwasserhygiene und -kontrolle kennen. Gute Vorkenntnisse in Biologie, z.B. in Mikrobiologie , Parasitologie oder Epidemiologie , sind daher von Vorteil.
  • Deutsch: Bei Beratungen sollten sich angehende Gesundheitsaufseher/innen bzw. Hygienekontrolleure und -kontrolleurinnen verständlich ausdrücken können. Ebenso benötigen sie gute Deutschkenntnisse, um ihre Aufgaben im Rechts- oder Berichtswesen zu erledigen.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Ermitteln von Schadstoffbelastungen aus Messwerten)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Einholen von Arztmeinungen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten und Aufklären der Bevölkerung in Fragen der Seuchenhygiene und der Umweltmedizin sowie hinsichtlich Schädlingsbekämpfung und Desinfektionsmaßnahmen)
  • Textverständnis (z.B. Lesen von Kommentaren zu Rechts- und Verwaltungsvorschriften, DIN-Normen, Regelwerken, Arbeitsblättern, Unfallverhütungsvorschriften und Fachliteratur)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen von Stellungnahmen und Empfehlungen zum Gesundheitsschutz)

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

  • Allgemeine Berufs-, Verwaltungs- und Rechtskunde: z.B. Struktur und Aufgaben der öffentlichen Verwaltung, Polizei- und Ordnungsrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht
  • Gesundheits- und Umweltrecht: z.B. Infektionsschutzgesetz, Trinkwasserverordnung, Lebensmittelrecht, Chemikaliengesetz, Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Bundes-Immission sschutzgesetz, Medizinproduktegesetz
  • Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten: z.B. anatomisch -physiologische Grundlagen, Einführung in die medizinische Mikrobiologie und Parasitologie, Immunologie, Infektiologie, Schädlingsbekämpfung
  • Hygiene und Überwachung von öffentlichen Einrichtungen: z.B. Gemeinschaftseinrichtungen, Sportstätten, Spiel- und Campingplätze, Einrichtungen des Bestattungswesens
  • Hygiene und Überwachung von Trink- und Badewasser sowie Abwasser, z.B. Trinkwassergewinnung und -versorgung, Beseitigung von Abwässern, Überwachung von Badegewässern und Bädern
  • Umweltbezogener Gesundheitsschutz, z.B. Toxikologie und Umwelttoxikologie, Umweltbelastungen (Außenluft, Innenluft, Lärm, Strahlenschutz), gesundheitliche Bewertung von Schadstoffen
  • vorbeugende Maßnahmen des Katastrophen- und Zivilschutzes
  • Dokumentation von Untersuchungs- und Überwachungsergebnissen; Mitwirken an epidemiologischen Erhebungen und Auswertungen

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit