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Ausbildung im Bereich Kunst, Musik und Design - Friseur/in

Friseur/in

Friseur/in

Friseure lernen mit welchen unterschiedlichen Techniken Haare frisiert werden können.

Die Ausbildung im Überblick

Friseur/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Typische Branchen

Friseure und Friseurinnen finden Beschäftigung

  • in Fachbetrieben des Friseurhandwerks
  • in Wellnesshotels
  • bei Film- und Theaterproduktionen

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hauptschulabschluss ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Werken/Technik:
    Geschickte Hände müssen angehende Friseure und Friseurinnen besitzen, beispielsweise wenn sie mit Schere oder elektrischem Schneidemesser Haare schneiden, mit unterschiedlichen Techniken Haare färben oder Dauerwellen legen. Wem schon in der Schule handwerkliche Fächer lagen, dem fallen diese Arbeiten ggf. leichter.
  • Chemie:
    In der Ausbildung lernt man Dauerwell-, Färbungs- und Tönungsmittel anzumischen und anzuwenden. Um die Wirkungsweise der chemischen Prozesse bei den Haarbehandlungen zu verstehen, sind Kenntnisse in Chemie von Vorteil.
  • Deutsch:
    Angehende Friseure und Friseurinnen benötigen eine gute mündliche Ausdrucksfähigkeit, um Kunden über Frisuren beraten und über Pflegeprodukte und Kosmetikdienstleistungen informieren zu können.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Erstellen von Verkaufsabrechnungen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Kundenwünschen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten von Kunden hinsichtlich Frisuren und Stylingprodukten)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man den Zustand von Haut, Händen und Nägeln beurteilt, wie man die Haut reinigt, Tages-Make-up gestaltet und wie man Nägel behandelt und formt
  • wie und mit welchen verschiedenen Substanzen das Haar und die Kopfhaut gereinigt und gepflegt werden können
  • mit welchen unterschiedlichen Techniken Haare geschnitten werden und wie dabei jeweilige Besonderheiten (z.B. Haaransatz, Wuchsrichtung, Fall) zu beachten sind
  • mit welchen Präparaten und Techniken (Wickeln, Wellen, Papillotier-Techniken) Frisuren gestaltet werden können
  • was beim Empfang, bei der Beratung, Betreuung und Behandlung von Kunden wichtig ist
  • wie man Informations- und Kommunikationssysteme nutzt, Daten erfasst und die Kundenkartei pflegt
  • wie Maschinen, Geräte und Werkzeuge gereinigt, desinfiziert und gepflegt werden
  • wie man Hochsteckfrisuren gestaltet, Haarteile einarbeitet und welche Styling- und Finishtechniken man dabei einsetzt
  • wie bei farbverändernden Haarbehandlungen Einwirkzeiten festgelegt und überwacht werden und wie man Nachbehandlungen und Farbkorrekturen durchführt
  • wie man Aufgaben im Team plant und ausführt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:

  • in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Haare und Kopfhaut pflegen, Haare dauerhaft umformen)
  • in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird durch Wahlqualifikationseinheiten vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.:

  • Pflegende Kosmetik/Visagistik
  • Langhaarfrisuren
  • Nageldesign/-modellage
  • Haarersatz
  • Coloration

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in im Handwerk" eröffnet für Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen aufzubauen, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und sich fachlich - über die Erstausbildung hinaus - zu bilden. Bestandteile der Zusatzqualifikation sind ein besonderer Berufsschulunterricht (z.B. Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht) und ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit