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Ausbildung im Bereich Ingenieurwesen und IT - Fluggerätmechaniker/in - Fertigungstechnik

Fluggerätmechaniker/in - Fertigungstechnik

Qualitätsabweichungen und ihre Ursachen

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der richtigen Oberflächenbehandlung.

Die Ausbildung im Überblick

Fluggerätmechaniker/in der Fachrichtung Fertigungstechnik ist ein 3,5-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Typische Branchen

Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Fertigungstechnik finden Beschäftigung bei Herstellern von Fluggerät, insbesondere von Flugzeugen oder Hubschraubern, in Zulieferbetrieben für Fluggerätteile und -systeme, in Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten von Fluggesellschaften und Flughäfen und auf Luftwaffenstützpunkten der Bundeswehr.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Werken/Technik: Kenntnisse im technischen Werken sind vorteilhaft, da die angehenden Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Fertigungstechnik z.B. Strukturbauteile herstellen und Baugruppen sowie Systeme montieren und demontieren. Da sie bereits in der Ausbildung nach technischen Unterlagen und Plänen arbeiten, sind Kenntnisse im technischen Zeichnen nützlich.
  • Physik: Physikalisches Wissen ist z.B. bei der Arbeit an und mit aerodynamischen Systemen hilfreich.
  • Mathematik: Fluggerätmechaniker/innen lernen in der Ausbildung, Fluggeräte aus Einzelteilen zusammenzubauen. Um z.B. geometrische Konstruktionen zu verstehen, sind Kenntnisse in Mathematik wichtig.
  • Englisch: Bei der Montage informieren sich angehende Fluggerätmechaniker/innen ggf. mithilfe englischsprachiger Datenbanken, Arbeitsanleitungen und Funktionsbeschreibungen über technische Details der Fluggeräte oder Bauteile.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Analyse technischer Parameter; Berechnen geometrischer Funktionen beim Zusammenbauen von Einzelteilen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen und Umsetzen von Arbeitsanweisungen auch unter Lärm)
  • Textverständnis (z.B. Lesen der z.T. auch in englischer Sprache verfassten technischen Unterlagen)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Arbeitsabläufe kontrolliert, Qualitätsabweichungen und ihre Ursachen feststellt, Maßnahmen zu deren Behebung ergreift und Fremdkörperkontrollen durchführt
  • wie man Werkstoffe, Geräte, Baugruppen, Systeme handhabt, Bauteile aus luftfahrtspezifischen Werkstoffen formt, Montage- und Demontagetechniken anwendet und Bauteile anpasst
  • wie man Einbauorte identifiziert, Bauteile und Geräte einmisst und ausrichtet
  • welche elektrischen, hydraulischen und pneumatischen Leitungen es gibt und wie sie verlegt werden
  • Auftragsunterlagen und die technische Durchführbarkeit von Aufträgen zu prüfen, Arbeitsabläufe zu planen und bei Abweichungen Prioritäten zu setzen
  • wie man Daten erfasst, bearbeitet und sichert, Gespräche zielgerichtet führt, Dokumentationen, auch auf Englisch, verfasst und IT-Systeme zur Auftragsplanung und Terminkontrolle verwendet
  • wie man Inspektions-, Wartungs-, Instandsetzungs- und Modifikationsarbeiten sowie Fehlersuche und Überprüfungen an luftfahrzeug- und typengerechten Systemen durchführt, Schäden feststellt und deren Behebung veranlasst
  • wie man metallische Bauteile, insbesondere Strukturbauteile, fertigt, instand setzt, prüft und nach dem Einbau auf Funktion kontrolliert
  • wie Schäden an der Fluggerätstruktur bewertet und behoben werden
  • wie man Oberflächen behandelt und schützt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit