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Ausbildung im Bereich Wirtschaft - Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen

Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen

Rechtsgrundlagen bei Fachaufgaben

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Analyse von Konflikten.

Die Ausbildung im Überblick

Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst. 

Typische Branchen

Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen finden Beschäftigung in örtlichen Agenturen für Arbeit, in Jobcentern nach SGB II und bei Familienkassen. 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: Für den Dialog mit Kunden, beim Ausfüllen von Formularen und beim täglich anfallenden Schriftverkehr sind gute Deutschkenntnisse unabdingbar. Sicherheit in Rechtschreibung sowie eine gute mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit sind dabei besonders wichtig.
  • Mathematik: Beispielsweise bei der Bearbeitung von Anträgen sind mathematische Kenntnisse wie Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung erforderlich.
  • Wirtschaft/Politik/Sozialkunde: Kenntnisse gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und sozialer Strukturen sind z.B. für die Bewertung der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt hilfreich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Ermitteln von Leistungsansprüchen; Bearbeiten von Anträgen auf Entgeltersatzleistungen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. telefonisches oder persönliches Entgegennehmen von Meldungen Arbeitsuchender)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Informieren der Kunden über Formen der Mitwirkung und Erteilen von Auskünften über das Verfahren der Vermittlung)
  • Textverständnis (z.B. Verstehen und Anwenden der Rechtsgrundlagen und behördeninternen Vorschriften)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Vorbereiten von Unterlagen; Erledigen von Schriftverkehr)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Anliegen und unterschiedliche Lebenslagen von Kunden erkennt und angemessen darauf reagiert
  • wie man Informationen aufbereitet und adressatengerecht kommuniziert
  • wie Konflikte erkannt, analysiert und versachlicht werden können
  • wie man aus schriftlichen und mündlichen Informationen den wesentlichen Sachverhalt ermittelt, Lösungsvorschläge entwickelt und weitere Handlungsschritte einleitet
  • wie man Rechtsgrundlagen bei Fachaufgaben anwendet und sich in neues Recht einarbeitet
  • wie man Unterlagen für die Beratung und Vermittlung vorbereitet und Kundendaten erfasst Kunden über das Beratungs- und Vermittlungsangebot und die entsprechenden Dienstleistungen zu informieren
  • wie man Anliegen prüft, weiterleitet und abschließend klärt
  • welche Leistungen der sozialen Sicherung nach dem Zweiten und Dritten Buch Sozialgesetzbuch es gibt, wie man Ansprüche prüft und über Anträge entscheidet
  • wie man Personalangelegenheiten unter Beachtung arbeits- und sozialrechtlicher Bestimmungen bearbeitet

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit