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Ausbildung im Bereich Medizin und Gesundheitswesen - Diätassistent/in

Diätassistent/in

Aufbau des menschlichen Körpers

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit den Inhaltsstoffen von Lebensmitteln.

Die Ausbildung im Überblick

Diätassistent/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen . Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung. 

Typische Branchen

Diätassistenten und Diätassistentinnen finden Beschäftigung in Krankenhäusern, in Rehabilitationskliniken, in ambulanten Schwerpunktpraxen und als Selbstständige in einer eigenen Praxis.

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert: ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ggf. Nachweis über einen Hepatitis-B-Impfschutz, ggf. Führungszeugnis, ggf. weitere Aufnahmekriterien, z.B. Konfessionszugehörigkeit oder praktische Vorkenntnisse. Beim Umgang mit Lebensmitteln benötigt man eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie/Chemie: Verdauungsprozesse und Stoffwechsel, Proteine und Vitamine: Hinter all diesen Begriffen verbergen sich biochemische und chemische Prozesse und Zusammenhänge. Wer gute Kenntnisse in den genannten Fächern mitbringt, ist im Vorteil.
  • Mathematik: Mathematikkenntnisse benötigen angehende Diätassistenten und -assistentinnen z.B., wenn sie Zutatenmengen und Nährwerte der Speisen berechnen oder Speisen- und Preiskalkulationen erarbeiten.
  • Deutsch: Bereits in der Ausbildung führen Diätassistenten und -assistentinnen bereits Beratungsgespräche durch, dokumentieren ihre Tätigkeit, schreiben Ernährungsprotokolle oder fertigen Infobroschüren an. Dazu sind eine gute Ausdrucksweise und gute Rechtschreibkenntnisse erforderlich.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Durchführen von Berechnungen zum Nährstoffgehalt von Speisen; Berechnen von Lebensmittelbedarf)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Absprechen von Diäten mit Ärzten und Ärztinnen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten von Patienten; Halten von Vorträgen über Ernährung und Diätformen)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen von Informations-, Beratungs- und Vortragsmaterialien, etwa Diätbroschüren)

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • wie der menschliche Körper aufgebaut ist und funktioniert, welche Auswirkungen krankhafte Prozesse haben
  • welchen Einfluss die Ernährung auf Gesundheit und Krankheit hat
  • welche Nährstoffe es gibt und wie deren Stoffwechsel funktioniert
  • aus welchen Inhaltsstoffen Lebensmittel bestehen und welchen Einfluss sie auf den menschlichen Körper haben
  • welche unterschiedlichen Ernährungsbedürfnisse Personen verschiedener Altersgruppen, schwangere und stillende Frauen, Sportler sowie Angehörige verschiedener Religionsgemeinschaften haben
  • wie man den individuellen Energie- und Nährstoffbedarf errechnet/ermittelt
  • wie man Diät- und Ernährungsberatungen durchführt
  • wie Speisen und Gerichte rezeptur- und diätgerecht ausgewählt, geplant und zubereitet werden
  • welche Abläufe bei der Organisation des Küchenbetriebs bestehen und wie sie durchgeführt werden
  • welche Aspekte in der Ernährungspsychologie und Ernährungssoziologie entscheidend sind

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit