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Ausbildung im Bereich Gesellschaft und Soziales - Detektiv/in

Detektiv/in

Straf- und Verfahrensrecht

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Zusammenarbeit mit der Polizei und Behörden.

Die Ausbildung im Überblick

Detektiv/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein. Die Aus- bzw. Weiterbildung ist in verschiedenen Bereichen möglich, z.B. als Privat- oder Kaufhausdetektiv/in. 

Typische Branchen

Detektive und Detektivinnen finden Beschäftigung in Detekteien und Ermittlungsbüros, bei Sicherheits- und Wachdiensten, Objektschutz-, Wach- und Schließgesellschaften, im Einzelhandel und in Versicherungsunternehmen.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungsanbieter legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss sowie eine Berufsausbildung bzw. Berufserfahrung vorausgesetzt. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung z.B. gefordert: Mindestalter (z.B. 18 oder 24 Jahre), Führungszeugnis, Nachweis der steuerlichen Unbedenklichkeit, Führerschein (Fahrerlaubnis der Klasse B).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: Die Tätigkeit eines Detektivs/einer Detektivin beinhaltet neben vielen Gesprächskontakten mit anderen Menschen auch Schreibtischarbeiten: Ermittlungen sind zu dokumentieren, Protokolle und Berichte sind zu erstellen; ggf. sind auch Zeugenaussagen vor Gericht vorzubereiten. Mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen ist daher wichtig.
  • Wirtschaft/Recht: Da Detektive und Detektivinnen häufig bei Wirtschaftsdelikten eingesetzt werden, sind Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge wichtig. Bei der juristischen Einschätzung von ermittelten Sachverhalten sind Rechtskenntnisse unabdingbar.
  • Mathematik: Kenntnisse in Mathematik benötigen angehende Detektive und Detektivinnen z.B., um Kalkulationen zu erstellen, betriebswirtschaftliche Berechnungen durchzuführen und erbrachte Leistungen abzurechnen.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Erstellen der Rechnung über die für den Auftraggeber erbrachten Leistungen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Einholen von Auskünften bei Kontaktpersonen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten von Firmenkunden und Privatleuten über geeignete Alarm- und Sicherungsanlagen)
  • Textverständnis (z.B. Sichten schriftlicher Dokumente, die als Beweisstücke dienen können)
  • Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Schreiben von Ermittlungsberichten; Erstellen von Sicherheitskonzepten)

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:

  • wie Observationen und verdeckte Ermittlungen durchgeführt werden
  • was man bei der Verkaufsraumüberwachung beachten muss, welche Techniken Ladendiebe häufig anwenden und wie Waren gesichert werden
  • wie Diebstahl, Betrug und Unterschlagung am Arbeitsplatz aufgedeckt werden und mit welchen Methoden sie verhindert werden können
  • wie man Spuren erkennt, sichert und auswertet
  • wie man sich bei Feststellung einer Straftat verhält und wie man Ladendiebe anhält
  • wie man Befragungen durchführt und dokumentiert
  • wie und in welchen Fällen Strafanträge gestellt werden, was man bei der Anzeigenbearbeitung beachten muss und wie Gerichtsverhandlungen ablaufen
  • wie man mit Menschen umgeht und welche Techniken zur Deeskalation von Konflikten es gibt
  • wie man mit Verteidigungswaffen umgeht
  • wie man effektiv mit Polizei, Behörden und Auftraggebern zusammenarbeitet
  • welche rechtlichen Regelungen und Bestimmungen für den Beruf von besonderer Bedeutung sind (z.B. Straf- und Verfahrensrecht, Gewerberecht, Persönlichkeitsrechte und Datenschutz)

Der theoretische Unterricht wird ggf. durch praktische Übungen ergänzt.

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit