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Ausbildung im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften - Destillateur/in

Destillateur/in

Bestimmung von Extraktgehalt, Dichte und Alkoholmenge

Ein Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit der Destillation von Rohstoffen.

Die Ausbildung im Überblick

Destillateur/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.

Typische Branchen

Destillateure und Destillateurinnen finden Beschäftigung in erster Linie bei Branntwein- und Likörherstellern, in Brennereien. Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung in Gaststätten mit Hausbrennerei.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Mathematik: Um Mischungsverhältnisse, Rezepturen, Schwund-, Volumen- und Gewichtsberechnungen durchzuführen, sollte man die Grundrechenarten sowie Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung beherrschen.
  • Physik: Um die Tätigkeiten an den Destilliergeräten und Anlagen korrekt ausführen zu können, ist es nützlich, physikalische Zusammenhänge zu verstehen.
  • Chemie: Bei der Herstellung von Spirituosen nutzt man chemische Stoffeigenschaften, z.B. die unterschiedlich hohen Siedepunkte von Flüssigkeiten, die bei der Destillation getrennt werden. Daher ist chemisches Verständnis von Vorteil.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen der Mischungsverhältnisse und Rezepturen von Spirituosen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Hören und Verstehen von Zurufen bei Arbeiten in Werkhallen)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man den Alkoholgehalt extraktfreier Erzeugnisse nach Volumen- und Gewichtsprozenten bestimmt
  • wie Zuckerlösungen berechnet und hergestellt werden
  • wie Rohstoffe und Halbfabrikate gemessen und gewogen werden
  • wie man technische Einrichtungen für die Abfüllung, Verschließung, Ausstattung und Verpackung von Spirituosenflaschen in Betrieb nimmt und ggf. wartet
  • wie Fruchtsäfte und Fertigerzeugnisse auf Aussehen, Geruch und Geschmack geprüft werden
  • wie Halbfabrikate für die Spirituosenherstellung, insbesondere Essenzen, ätherische Öle und Sirupe ausgewählt werden
  • wie Extraktgehalt, Dichte und Alkoholmenge bestimmt werden
  • wie man alkoholische Rohstoffe, insbesondere Sprit-, Korn- und Weindestillate, Obstbranntweine und Rum auf Geruchs-, Geschmacks- und andere Fehler prüft
  • wie Rohstoffe destilliert werden
  • wie Essenzen nach Rezeptur gemischt werden

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt. 

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit