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Ausbildung im Bereich Medizin & Gesundheitswesen: Altenpflegehelfer/innen

Altenpflegehelfer/in

Altenpflegehelfer/innen

Altenpflegehelfer/innen helfen bei der Betreuung und Pflege älterer Menschen.

Die Ausbildung im Überblick

Altenpflegehelfer/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen . Sie dauert in Vollzeit 1-2 Jahre, in Teilzeit 2-3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Typische Branchen

Altenpflegehelfer/innen finden Beschäftigung in Altenwohn- und -pflegeheimen in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern in Pflege- und Rehabilitationskliniken in Hospizen bei ambulanten Altenpflege- und Altenbetreuungsdiensten in Privathaushalten

Zugang zur Ausbildung

Vorausgesetzt wird in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss . Je nach Bundesland können abweichende schulische Voraussetzungen sowie ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ein Führungszeugnis oder auch ein Vertrag über die praktische Ausbildung mit einer Einrichtung der Altenpflege(hilfe) gefordert werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Religionslehre/Ethik: Die Pflege alter Menschen ist vor allem von ethischen Grundsätzen geprägt. Ein gutes Gespür für ethische und religiöse Fragen ist in dieser Ausbildung sehr wichtig.
  • Wirtschaft/Sozialkunde: Gute Kenntnisse in diesen Fächern erleichtern es den angehenden Altenpflegehelfern und Altenpflegehelferinnen, rechtliche Grundlagen und betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Zusammenhänge des Sozialsystems zu verstehen.
  • Musik/Kunst: Wer ein Musikinstrument beherrscht oder im Basteln und Zeichnen geschickt ist, kann nicht nur bei der Durchführung von Veranstaltungen gute Dienste leisten, sondern auch den Alltag von Heimbewohnern durch Freizeitangebote auflockern.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Verständnis für mündliche Äußerungen
  • Mündliches Ausdrucksvermögen
  • Textverständnis

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:

  • welche körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen im Alter ablaufen
  • welche altersbedingten Krankheitsbilder (auch psychische Erkrankungen) es gibt, wie pflegerelevante Krankheitsbilder und ihre Symptome zu erkennen und wie sie zu behandeln sind, welche Medikamente unter welchen Voraussetzungen verabreicht werden
  • wie man alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegt, das heißt sie je nach Grad der Pflegebedürftigkeit nur in ihrer Lebensführung unterstützt bis hin zur Versorgung komplett pflegebedürftiger Menschen
  • wie der Pflegeprozess geplant und dokumentiert wird
  • wie gerontopsychiatrisch Erkrankte, alte Menschen mit Behinderung und insbesondere Schwerstkranke und Sterbende gepflegt und betreut werden
  • wie man bei der Behandlung und Rehabilitation kranker und alter Menschen mit Behinderung, einschließlich der Ausführung ärztlicher Verordnungen, mitwirkt
  • welche Wohnformen im Alter infrage kommen und was bei der Pflege alter Menschen in ihrer häuslichen Umgebung bzw. in stationären Einrichtungen der Altenhilfe zu beachten ist
  • wie man alten Menschen bei der Haushaltsführung (Putzen, Textil- und Wäschepflege, Nahrungszubereitung) und den Verrichtungen des täglichen Lebens (z.B. Einkäufe tätigen, Bankgeschäfte erledigen) hilft bzw. wie man den Haushalt zeit- und kostensparend führt
  • wie man alte Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten betreut und berät und sie zu einer möglichst eigenständigen Lebensführung anregt, einschließlich der Förderung sozialer Kontakte
  • welche berufstypischen Problemsituationen (z.B. Pflege als Berufstätigkeit in der Privatsphäre Fremder, Umgang mit geistig verwirrten alten Menschen) auftreten können und wie man damit umgeht,welche Rolle Familienbeziehungen und soziale Bindungen spielen können
  • wie man situationsbezogen Gespräche führt, z.B. mit Angehörigen oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sozialer Einrichtungen oder von Behörden
  • welche Träger, Dienste und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens für die Altenpflegehilfe von Bedeutung sind

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

 

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit