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Wirtschaftsinformatiker haben Schnittstellen-Funktion

Joanis Zeibekis (links) mit seinem Kommilitonen Marius Heußler aus dem Jahrgang 2012 der Wirtschaftsinformatiker
Das Duale Studium wird attraktiv vergütet

Ioannis Zeibekis (18) hat sich beim Auswahlverfahren durchgesetzt. Er studiert seit September vergangenen Jahres an der DHBW in Mannheim Wirtschaftsinformatik und absolviert die dazugehörige Ausbildung bei Merck. Ioannis Chemieleistungskurs war für ihn nicht ausschlaggebend bei seiner Bewerbung, vielmehr der Umstand, dass er bereits in jungen Jahren Berufserfahrung sammeln kann.  Sein Studium ist mit Fächern wie BWL, Finanzbuchhaltung und Kosten- und Leistungsrechnung stark auf Wirtschaftsprozesse ausgerichtet und weniger auf IT: „Man muss nicht programmieren können, wir fangen bei null im Studium an.“ Und Ausbildungsleiter Holger Hiltmann ergänzt: „Es kommt mehr auf die Softskills an: eine offene Art, Team- und Kommunikationsfähigkeit.

Wirtschaftsinformatiker sind die Schnittstelle zwischen Business- und IT-Lösungen: Sie müssen verstehen, was der Marketingchef meint, um das den Informatikern zu erklären.“ Wer gern in Strukturen und Prozessen denke und keine Angst vor Mathe habe, für den sei das Studium genau das Richtige, meint Holger Hiltmann.

Zwischen Kunde und IT
„Die Vorstellung, dass Informatiker im dunklen Keller sitzen und programmieren, ist längst überholt“, weiß Ioannis. Seine Aufgabe werde es später sein, zwischen den einzelnen Abteilungen im Haus und der IT zu vermitteln: „Bei Merck haben wir vor allem firmeninterne Kunden, die Softwareunterstützung brauchen wie zum Beispiel die Personalabteilung, die ein neues System benötigt, um die Mitarbeiter zu verwalten.“ Hierbei macht es Ioannis besonderen Spaß, dass er mit allen Abteilungen des Unternehmens kommunizieren kann.

Überhaupt müsse man viel weniger IT-Vorkenntnisse mitbringen, als die meisten dächten, weiß Holger Hiltmann: „Das Fachliche ist selten ein Hindernis bei Bewerbungen. Eine Fragestellung für unsere Wirtschafts-IT war vor kurzem: „Welche Smartphone-Typen wollen wir in Zukunft  im Unternehmen einsetzen?“

Nach dem Studium nach Singapur!
Wer sich für ein duales Studium in Wirtschaftsinformatik interessiere, dem rät Holger Hiltmann, sich bei der DHBW zu informieren, welche Unternehmen ausbilden: „Die meisten großen Konzerne  bieten das duale Studium Wirtschafts-IT an, aber viele Bewerber denken, das geht nur bei namhaften IT-Unternehmen. Man erhöht seine Chancen, einen Studienplatz zu bekommen, wenn man sich nicht nur da bewirbt.“ Allerdings könne man sich aber auch direkt beim favorisierten Unternehmen erkundigen, ob ein duales Studium möglich sei, erklärt Holger Hiltmann. Studienbeginn bei Merck ist am 1. September: „Wir haben für alle Azubis und Studenten eine vierwöchige Einführungszeit, in der sich alle eingewöhnen und kennenlernen können.“ Die Vergütung des Studiums sei attraktiv, meint der Ausbildungsleiter. Außerdem werden die Studenten sehr gern vom Konzern übernommen. „Gute Studenten schicken wir nach dem Bachelor gern nach ins Ausland – z.B. nach Singapur“, erzählt der Ausbildungsleiter. Dort dürfen die frischgebackenen Wirtschaftsinformatiker dann die ersten Jahre ihres Arbeitslebens verbringen.

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