Anmelden: Deine Vorteile
  • Persönliche Stellensuche
  • Magazin kostenlos bestellen
Jetzt anmelden
 

Bürgernähe und Studieninhalte

Lerngruppe in der Akademie: Jana mit ihrem Kommilitonen Tim Heinemann (links)
Lerngruppe in der Bibliothek

Es kommt häufig vor, dass Jana die Steuerbürger direkt anrufen und um fehlende Unterlagen bitten muss. In sozialwissenschaftlichen Seminaren lernt sie, wie man schwierige Situationen meistert, z. B. wenn sich Bürger ungerecht behandelt fühlen. Neben sozialer Kompetenz muss Jana hauptsächlich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften pauken: „Steuerrecht ist der Hauptbestandteil im Studium an der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg (NoA). Allerdings ist hier reines Auswendiglernen fehl am Platz. Entscheidend ist zu wissen, wo etwas im Gesetz steht, um das dann richtig anzuwenden!“

In kleinen Gruppen von maximal 24 Studierenden erfahren die Finanzanwärter an der NoA von Profis aus der Praxis auch alles über Buchführung und Bilanzsteuerrecht,  Öffentliches Recht, Betriebswirtschaftslehre sowie  Handels- und Privatrecht. Insgesamt 21 Monate studiert Jana an der NoA. Die Theorie-Zeiten wechseln sich ab mit insgesamt 15 Monaten berufspraktischen Studienzeiten in einem Hamburger Finanzamt. „Im Finanzamt steigen wir dann direkt ein in die Fallbearbeitung und werden hierauf in der Theorie punktgenau vorbereitet. So ist man in der Lage, bereits während der Praxis-Zeiten selbständig und eigenverantwortlich zu arbeiten“, erzählt Jana.

Ein Tag im Assessment Center
Bevor sie aber ihre Bewerbung in den Briefkasten warf, hat sich Jana auf der Homepage der Finanzbehörde informiert. Nach erfolgreicher Auswahl musste Jana dann einen Tag im Assessment Center absolvieren: „Das war natürlich aufregend, ich hatte das vorher noch nie gemacht!“ Zusammen mit vier weiteren Bewerbern stellte sie sich einer Gruppenarbeit, in der die Bewerber zu einem Thema gemeinschaftlich diskutieren, Lösungsansätze erarbeiten und am Flip-Chart präsentieren mussten. Außerdem wurde im Rahmen einer Pro-Contra-Diskussion zu einem aktuellen Thema kontrovers diskutiert. Und Martin Albrecht ergänzt: „Vor dem Assessment Center findet noch ein Eignungstest statt, bei dem sich die Bewerber in Rechtschreibung, Allgemeinwissen, in logischem sowie zahlengebundenem Denken und anderen Bereichen beweisen müssen.“

Das Tempo der Stoffvermittlung sei recht zügig, so Martin Albrecht. „Gerade Nachwuchskräfte, die direkt nach der Schule mit dem dualen Studium beginnen, müssen sich häufig umstellen und an das ungewohnte Lerntempo gewöhnen. Den meisten Studenten gelingt das relativ schnell – aber es besteht auch die Gefahr, dass man den Stoff unterschätzt.“ Am besten sei es, von Anfang an am Ball zu bleiben, rät er.

Zurück

 
Suche