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Sonne und Wind haben Vorrang

In ihrem BWL-Studium erfährt Franziska Müller viel über erneuerbare Energien – aber nicht nur darüber
Energieunternehmen bieten nicht nur Betätigungsfelder für Naturwissenschaftler und Ingenieure – auch wer sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert, hat in der Branche interessante Karrieremöglichkeiten. Franziska Müller entschied sich für die Fachrichtung „BWL Energiewirtschaft“, einen Studiengang, den sie als duales Studium bei der E.ON IT GmbH in Hannover absolviert. Zuständig ist die 21-Jährige dort unter anderem dafür, Kraftwerksdaten für Behörden aufzubereiten. Dabei erhält sie auch Einblicke in die rechtlichen Aspekte der Energieversorgung.

Fasziniert von der Zukunft
Ihr Interesse für Wirtschaft hat Franziska schon früh entdeckt. In der 10. Klasse wechselte sie deshalb von einem allgemeinen auf ein Wirtschaftsgymnasium. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: BWL lässt sich auch mit anderen spannenden Fachrichtungen verbinden. Auf der Langen Nacht der Berufe im Rathaus in Hannover hörte sie zum ersten Mal von dem Studiengang „BWL Energiewirtschaft“. Das Thema Energie habe sie bereits damals fasziniert. „Da geht es um unsere Zukunft“, erklärt sie.

Wind- und Solarenergie hat Vorrang.

Im Studium lernt sie nun die verschiedenen Kraftwerkstypen kennen. Um an der Hochschule mitzukommen, sei jedoch keine herausragende technische Begabung nötig, ein gewisses Grundverständnis reiche aus, betont die Studentin: „Wir erfahren, wie die Anlagen aufgebaut sind, gehen aber nicht so in die Tiefe wie die Ingenieure.“ Auf dem Lehrplan stehen auch Exkursionen. Besichtigt hat sie sowohl konventionelle Kraftwerke als auch Einrichtungen für erneuerbare Energien, etwa ein Forschungszentrum für Photovoltaik, mit der Strom durch Sonneneinstrahlung erzeugt wird.

Recht und Ämter
„Regenerative Energien haben Vorrang“, weiß Franziska. Dies sei gesetzlich so in Deutschland vorgeschrieben. Die Leistung von Kohle- und Kernkraftwerken müsse deshalb unter Umständen an die Produktion aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft sowie die Energiegewinnung durch Erdwärme oder Biogas angepasst werden: „Wenn gerade viel Wind weht oder Sonne scheint, kann es aufgrund der begrenzten Netzkapazitäten vorkommen, dass konventionelle Anlagen herunter gefahren werden müssen, um bei nachlassendem Wind oder weniger Sonnenstrahlung wieder hochgefahren zu werden."

Energiewirtschaft sticht BWL

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