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Bachelor of Science in Schiffbau

Beim Praktikum an der Werft gehört auch das Schweißen mit dazu!

Veronika Hochfellner kommt ursprünglich aus Österreich. Für ihren Traumstudiengang zog die 21-Jährige in den hohen Norden, denn nur hier kann sie Schiffbau studieren. Als sie ihren Eltern und Freunden kurz vor dem Abi erzählte, was sie vorhat, kamen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Denn bis dahin habe Veronika eigentlich nie viel mit Schifffahrt zu tun gehabt. „Ich glaube, dass man immer das als besonders anziehend empfindet, was man nicht hat. Dazu kam, dass ich unbedingt verstehen wollte, warum ein Schiff schwimmt und zwar in seiner ganzen Komplexität – das lerne ich jetzt im Studium,“ erklärt sie ihre Begeisterung.

Praktikum im Blaumann

Vor dem Studium musste Veronika ein 10-wöchiges Praktikum absolvieren – und richtig anpacken. Bei einer großen Werft, die auch die AIDA-Clubschiffe baut, hatte sie Gelegenheit zu beobachten, „wie ein solches Riesenschiff entsteht.“ Sie trug einen Blaumann und musste Nähte schweißen, flexen und schleifen: kein Problem für die handwerklich begabte junge Frau. Allerdings sei die Arbeit körperlich sehr anstrengend gewesen, nicht zuletzt, weil man acht Stunden am Tag stehen müsse und die Aufgaben sehr mühsam seien. Ein Stück U-Stahl habe sie solange Millimeter für Millimeter abgefeilt, bis alle Seiten im rechten Winkel zueinanderstanden. Im Praktikum habe sie auch bereits ihre zukünftigen Kommilitonen kennengelernt: „Das war super und hat mir die erste Zeit an der Uni sehr erleichtert!“

Vier Semester lang Grundlagen pauken

An der Uni gehe es in den ersten Semestern aber erst mal überhaupt nicht um Schiffe. „Man muss viel Grundlagen in Mathematik und Mechanik pauken, bevor man überhaupt erst an Schiffe denken kann“, erklärt Veronika. Fast die Hälfte ihres Jahrgangs hätten in den ersten Semestern abgebrochen, da der Lernaufwand extrem hoch sei. „Man braucht viel Disziplin und Selbstmotivation! Ich wollte am Anfang auch aufhören, aber was ich anfange, ziehe ich auch durch!“ Wenn man nach den ersten vier Semestern dann die nötigen Basics intus hat, werde es spannend, weiß die Schiffbaustudentin.

Schiffskonstruktion hat viel mit Mechanik zu tun

 
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