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Alles, aber kein Kuschel-Job

Kuscheltier? Nein: Ultraschallpony für die angehenden Tiermediziner! Die Studierenden lieben ihren Willi.

Wer Kuschel-Atmosphäre mit Pony & Co. erwartet, wirft seine Ambitionen schnell über den Haufen. Die Hürde am Anfang ist hoch: Wer ein Studium der Tiermedizin in Deutschland aufnehmen will, hat einen Numerus Clausus von mindestens 1,2 vorzuweisen. Danach erwartet den Studenten ein straffer Stundenplan, bevor er nach durchschnittlich fünfeinhalb Jahren und natürlich erfolgreich absolviertem Studium zum Beispiel als approbierter Tierarzt tätig sein kann. „Das ist nix für schwache Nerven“, weiß auch Christoph -Sonntag (32) aus eigener Erfahrung zu berichten.

Der stellvertretende Leiter der Fachschaft Tiermedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München hat nach zehnjähriger Wartezeit 2011 endlich mit seinem Wunschstudium begonnen. Zuvor hat er eine Ausbildung als Rettungssanitäter absolviert und Geld für sein Studium zurücklegen können. „Das ist auch nötig, weil für Nebenjobs während des Studiums eigentlich keine Zeit mehr bleibt“, so Sonntag. „Der Alltag im Grundstudium beginnt bereits um 8.30 Uhr und endet gegen 18 Uhr“. Danach heißt es: Pauken bis zum Schlafengehen. „Bis zum Physikum am Ende des vierten Semesters gilt es dieses Tempo auch durchzuhalten“, erläutert der Senior unter den Studenten.

Quoten-Männer im Tiermedizin-Studium an der LMU München: Christoph Sonntag (li.) und Lucas Schorter.

90 Prozent Frauen
„Viele meiner Kommilitonen haben ein völlig verklärtes Bild von dem, was sie hier erwartet.“ Das gelte vor allem für viele Frauen. Sie machen 90 Prozent der Studierenden an der Fakultät für Tiermedizin in München aus. Ein ähnliches Verhältnis zeigt sich auch an den anderen deutschen Fakultäten für Veterinärmedizin. „Viele von ihnen haben ihre Jugend auf idyllischen Pferdehöfen verbracht und erkennen dann im ersten Semester, das hier auch mal Blut fließen kann.“

Daraufhin gebe es einige Studienabbrecher, so Sonntag. „Die, die sich zum Weitermachen entschließen, ziehen das Studium meist sehr entschlossen durch“, berichtet Lucas Schorter (26), Vorstand der Fachschaft für Tiermedizin an der Münchner LMU. Wer es geschafft hat, kann sich über gute Perspektiven am Arbeitsmarkt  freuen, der viele Chancen bietet.

Tierärztliche Praxis: Wissen heilt

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