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"Am meisten Spaß macht Kriminalistik!"

Spurensicherung am Tatort

An der Hochschule lernt man auch, Spuren am Tatort zu deuten
Ganz am Anfang habe man an der Hochschule acht Monate Grundstudium mit Fächern wie Psychologie, Soziologie, Straf- und Beamtenrecht, erzählt Cornelia. „Am meisten Spaß haben mir Kriminologie und Kriminalistik gemacht und auch Recht, obwohl ich da schriftlich nicht so gut war“, lacht sie. Kriminologie sei die Lehre des Verbrechens, hier würde der Frage auf den Grund gegangen, wie Menschen zu Straftätern werden. Kriminalistik hingegen beschäftige sich mit der Aufklärung des Verbrechens, zum Beispiel die Spuren am Tatort zu deuten, weiß die Polizeistudentin.

"Wichtig ist, dass der Täter geschnappt wird!"
Allerdings sei das, was Cornelia an der Hochschule lernt, nicht eins zu eins auf die Polizeiarbeit in der Praxis anwendbar: „Kriminalistik hilft viel bei der Aufklärung eines Verbrechens, aber Kriminologie spielt keine so große Rolle. Wichtig ist, dass der Täter geschnappt wird. Warum er die Tat begangen hat, ist eher nebensächlich für die Kripo,“ sagt Cornelia. Im anschließenden Hauptstudium komme spezielles Einsatztraining  wie Schießübungen und Selbstverteidigung hinzu, um für das Praktikum gewappnet zu sein,  berichtet sie: „Man übt an den anderen Polizeistudierenden die einzelnen Griffe und wie man Leute fesselt.“ Den Einsatz des Schlagstocks übe man allerdings nur an Autoreifen und der Inhalt des Pfeffersprays sei ausschließlich Wasser, beruhigt sie.

Sechs Monate Praxissemester bei Schutz- und Kriminalpolizei
„Eigentlich wollte ich gar nicht zur Kriminalpolizei, die Schutzpolizei hat mich zuerst viel mehr interessiert“, erzählt Cornelia. Dort müsse man nämlich als Erster zum Einsatzort und schnell auf brenzlige Situationen reagieren. Außerdem sei sie ein kommunikativer Mensch, der gerne mit anderen Menschen interagiere, sagt sie. Bei der Kripo bekäme man die Tatsachen erst aus zweiter Hand: „Die Berichte der Schutzpolizei gehen an die Kriminalpolizei, wo dann Vernehmung und Ermittlung erfolgt, die danach wiederum an die Staatanwaltschaft weitergereicht werden.“

In ihrem dreimonatigen Praxisteil bei der Kripo habe sie vor allem mit Kleinkriminalität zu tun gehabt: Diebstähle, kleinere Betrugssachen wie eBay-Betrug, Betrug gegenüber dem Jobcenter und Körperverletzung. „Große Sachen wie Morde oder Sexualdelikte gehen gleich zum Landeskriminalamt“, weiß Cornelia.

Diebe schnappen im Praktikum

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