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Diebe schnappen im Praktikum

Kripobeamte bei einem Außeneinsatz.

Themen im Praktikumssemester: Diebstahl und Massenschlägereien
Das Praktikum bei der Kripo habe ihr besonders im letzten Monat besonders Spaß gemacht. Dort habe sie an den Ermittlungen zu einem großen Diebstahlfall mitgearbeitet, wo Gegenstände im Wert von über 30.000 Euro gestohlen wurden: „Den Spuren der Diebe und den Wegen des Diebesgutes zu folgen und zu erkennen, wie alles miteinander in einem komplizierten Geflecht zusammenhängt, das war besonders interessant!“ Angst bei einem Einsatz hätte sie bisher nicht gehabt, erzählt Cornelia.

Einmal allerdings seien sie zu einer Massenschlägerei gerufen worden, wo ihr klar wurde: „Die Stimmung war sehr geladen und hätte auch umschlagen können; es kommt oft darauf an, wie man sich als Polizist verhält“, erklärt sie gelassen. Wenn es aber in einer Situation hart auf hart komme, hätte man als Praktikant immer zwei Kollegen beim Einsatz dabei.

"Bei der ersten Leiche bin ich schon erschrocken"
Natürlich muss man im Polizeiberuf auch damit rechnen, tote Menschen sehen zu müssen und die Ursache aufzuklären. Je nachdem, ob es sich dabei um ein Verbrechen handle, sperre man zuerst den Tatort ab, wegen der Spuren und rufe den Hausarzt, weiß Cornelia. Der Anblick der beiden Toten, die allerdings eines natürlichen Todes gestorben wären, hätte sie schon sehr getroffen, erzählt sie: „Man ist ja durch das Fernsehen abgebrüht, was Leichen angeht. Aber als ich bei meiner ersten Leiche ins Badezimmer kam, wo der Tote gestorben ist, bin ich schon erschrocken, es hatte etwas Surreales“, erinnert sich Cornelia, weil man denke „ach, der wacht gleich auf und bewegt sich.“

Nach dem Studium zu den Spezialeinheiten oder zum Landeskriminalamt
Wenn Cornelia im nächsten Jahr mit ihrem Studium fertig ist, geht es für sie zum Kriminaldauerdienst, dem Schichtdienst der Kripo im Polizeipräsidium, auch Sitz des Landeskriminalamtes . Im LKA seien auch die Spezialeinheiten wie das LKA 24 SE mit dem Mobilen Einsatzkommando (MEK) angegliedert. „Nach vier bis fünf Jahren als Polizistin ist das auch mein Ziel, denn da ist die wirkliche Action mit Observationen und Zugriffen“, schwärmt Cornelia.

Im sechsten Semester wird des stressig
Hier müsse man aber einen erneuten Aufnahmetest bestehen, denn in der Gruppe müsse ein großes Vertrauensverhältnis herrschen. Erst einmal käme allerdings das letzte, das sechste Semester ihres Studiums. „Da geht nochmal richtig die Post ab, denn hier muss man die Bachelorarbeit schreiben und nebenher noch arbeiten!“ stöhnt die 22-Jährige. Allerdings merkt man, dass das Studium bei der Polizei ihr sehr viel Spaß macht. Das mit den Noten sieht sie locker und ehrgeizig zugleich: „Wenn ich mit einem Zweierschnitt rausgehe, bin ich zufrieden.“

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