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„Durchkommen ist das wichtigste!“

Medizinstudenten müssen alle Teile des Körpers kennen.

Bevor wir uns an den Wohnzimmertisch setzen, um über sein Studium zu quatschen, gibt’s einen kurzen Rundgang durch sein Heiligtum. Ein geräumiges Zimmer, das Daniel bewohnt. Mit einem  außergewöhnlichen Schreibtisch. Zwei antike Marmorsockel tragen eine gläserne Platte. Passt zum aufgeräumten, spartanischen Stil des Raums. Nur auf der Tischplatte zeigen sich erste Anzeichen, dass hier wirklich ein Medizinstudent haust. Ein dicker Schmöker mit dem Titel „Biochemie“ überragt alle anderen Bücher und Notizen.

„Der Schmöker deckt einen der Teilbereiche im Vorklinikum ganz gut ab“, erklärt Daniel. Ganz gut? Wenn man sich den fetten Schinken mal richtig anschaut, kann man sich nicht mal vorstellen, auch nur die Hälfte davon durchzulesen. Und das ist nur ein Teil des Vorklinikums, des Studienabschnitts bis zum ersten Staatsexamen, dem Physikum. Bis dahin heiße es einfach nur: Durchkommen.

Trotz Lerndruck nicht verzweifelt
Daniel muss vor allem naturwissenschaftliche Grundlagen pauken. Dazu zählt die Anatomie, Neuroanatomie, Physik, Chemie und – wie das Buch auf seinem Tisch schon vermuten lässt – Biochemie. „Ein Haufen Zeug! Die ersten zwei Jahre ist man nur mit Auswendiglernen beschäftigt“, berichtet er. Durch die nicht abreißende Informationsflut sei man schlicht überfordert.

Trotz des ständigen Lerndrucks ist Daniel aber bisher nicht verzweifelt. Seine Motivation: „Man muss ja erstmal verstehen, wie der gesunde Mensch mit all seinen Facetten funktioniert. Das dauert. Erst dann kann man sich spezialisieren, sich mit den menschlichen Fehlfunktionen auseinanderzusetzen.“ Darum geht es dann im Klinikum, dem Studienabschnitt nach dem Physikum. Ab diesem Zeitpunkt finden die Seminare vor allem in der Klinik statt. Auch das hilft Daniel, im Nebel der Anforderungen nicht vom Kurs abzukommen. Denn er hat ein klar formuliertes Ziel: Er will Arzt werden.

Medizin statt BWL – eine Frage der Persönlichkeit

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