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Interview mit Tim Bergholz

Die Games-Branche boomt: Im letzten Jahr wurden 73,7 Millionen Computer- und Videospiele verkauft. Tendez steigend!
Täuschend echt: Diese Szene entstand am Computer

abiQ: Die SAE ist eine private Einrichtung, erhebt also Gebühren für das Studium. Hat dich das nicht abgeschreckt?
Sicherlich war das ein großer Grübler und nicht billig. Letztendlich war ich aber doch überzeugt davon, dass es das Geld wert sein würde. Ich habe einen Kredit aufgenommen, den ich langsam abgezahlt habe.

abiQ: Wie kam es, dass du bereits während deines Studiums ein Jobangebot von Crytek erhalten hast?
Dadurch, dass ich genau wusste weshalb ich da bin (3D), konnte ich mich knallhart auf das konzentrieren, was für dieses Feld zählt. Wenn man ein „Newbie“ ist, der in die Indus-trie will, ist es enorm wichtig ein eindrucksvolles Portfolio zu erschaffen – quasi meine Online-Visitenkarte. Letztendlich ist es das, was zählt,
da eine Firma beim Runterscrollen sofort sehen kann, was
du machst und was du kannst und vor allem, wie gut du darin bist.

abiQ: Du hast das SAE-Diploma gemacht, also deine akademische Ausbildung bereits nach 1,5 Jahren beendet. Ist das nicht recht kurz oder hast du zu damaliger Zeit geplant, den Bachelor später nachzuholen?
Ich war extrem zielgerichtet in meiner Zeit des Studiums und habe hart rangeklotzt. Ich wusste wie gesagt genau, weswegen ich da bin und zwar um „3D“ zu lernen und alle möglichen 3D-Modelle erschaffen zu können. Ich habe mich also nicht auf die Hausaufgaben beschränkt, sondern abends und auch am Wochenende eifrig an meinem Portfolio gearbeitet und Sachen gemodelt und texturiert, von denen ich mir erhoffte, dass sie bei einer Bewerbung gut ankommen würden, z.B. ein AK-47, einen Helikopter, aber auch kleinere Dinge, wie eine Bohrmaschine und eine Motorsäge. Den Bachelor zu machen, hätte sicherlich nicht geschadet, da mir so auch mehr Zeit dafür geblieben wäre, mein Portfolio zu erstellen, aber es hat ja dann auch so geklappt.

abiQ: Aus deiner Erfahrung: Wie wichtig ist das, was man im Studium lernt, letztendlich für den Beruf?
Das Studium an der SAE bot genau das praktische Fachwissen, das mir gefehlt hat. Die Dinge, die ich tagsüber gelernt habe, habe ich abends und am Wochenende sofort in meine Arbeiten fürs Portfolio hineingesteckt. Die Dozenten waren, so wie ich es mir erhofft hatte, sehr kompetent und haben mir bei jeder offenen Frage weiterhelfen können. Das, was ich damals an der SAE in München gelernt habe, wende ich heute als Industry Professional noch genauso an. Das ist wie Autofahren lernen und wie ich schon erwähnt habe, wusste ich genau, was ich vom Studium erwartet hatte. Das bedeutete unter anderem, dass ich meinen Fokus ganz klar auf den 3D-Modelling-Aspekt gelegt habe. Anderen Fächern, wie Zeichnen oder Animation, habe ich aus diesem Grund weniger Aufmerksamkeit geschenkt, was vollkommen okay ist, denn letztendlich bist du derjenige, der wissen muss, wofür er sein Geld und seine Zeit investieren will. Es ist besser, du bist Experte in einer Disziplin als „Jack of all trades, master of none“, wie man im Englischen sagt.

"Heute wird vorausgesetzt, dass du 3D beherrschst."

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