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Talentscout mit Perspektive beim Rekordmeister

Timon Pauls schafft den Spagat zwischen engagiertem Sportlerleben und einer beruflichen Karriere.
Vom Hobby zum Traumberuf: Timons Fussball-Karriere

Dass der Fußball sein Leben ist, wusste Timon Pauls schon früh. Dem gebürtigen  Münchner war aber auch klar, dass er selbst kein Profifußballer werden würde. „Dennoch  war es mir wichtig, später beruflich etwas mit Fußball machen zu können.“ Timon wurde im Alter von 14 Jahren Co-Trainer einer Jugendmannschaft des kleinen Vereins SC Amicitia München. „Es hat einfach riesigen Spaß gemacht, anderen die Passion des Fußballspielens weiter zu geben. Das sollte auch meine berufliche Zukunft bestimmen.“ So begann Timon Pauls früh damit, Trainerfortbildungen des Bayerischen Fußballverbandes zu besuchen. Er gab Fördertrainings bei der Fußballschule und konnte dadurch ersten Kontakt mit dem Spitzenfußball knüpfen. „Die großen Talente, die vielleicht die Stars von Morgen sein können, zu trainieren beziehungsweise zu sichten, hatte es mir auf Anhieb angetan.“
 
Kontakt mit Ex-Nationalspieler Michael Tarnat

Auf einem größeren Turnier bei Bielefeld, wo auch einige Jugendteams von Bundesligamannschaften antraten, durfte Timon die Truppe von Hannover 96 mitbetreuen. „Es war faszinierend, mit solchen Spielern zusammenzuarbeiten. Zu dieser Zeit war Michael Tarnat noch Spieler bei Hannover und ich habe mich länger mit ihm unterhalten. Nach diesem Gespräch hatte sich mein Entschluss noch mehr gefestigt, höherklassig zu arbeiten.“ Infolgedessen bewarb sich Timon bei 1860 München, um dort im Jugendbereich als Trainer zu arbeiten. Mit Erfolg! „Ich war bei der jüngsten Mannschaft als Co-Trainer aktiv. Hier durfte ich dann auch ganz viel sichten und nach Talenten im Kreis München Ausschau halten. Das war eine Riesensache.“ Dennoch hat Timon den Bezug zu seinem Heimatverein nicht verloren: „Bei SC Amicitia München helfe ich heute noch gerne aus.“

Timon Pauls organisiert u.a. die U19 UEFA Youth Champions League, die Königsklasse der A-Jugend.
Engagement und die Liebe zum Sport sollte man mitbringen.

Wechsel zum Fußball-Rekordmeister FC Bayern München

Im Jahr 2010 wurde der Kontakt zu Michael Tarnat wieder intensiver, weil dieser nach seinem Karriereende bei Hannover wieder zurück zum FC Bayern München ging und dort als Jugendscout arbeitete. Kurz darauf wurde Tarnat Sportlicher Leiter des Junior Teams. „Ich habe mich sehr für ein Engagement bei den Bayern interessiert und mich deshalb auch um einen Platz dort bemüht“, erklärt Timon. Im Rahmen eines Freien Sozialen Jahres (FSJ) bei Bayern München gelang ihm dann der Einstieg. „Ich habe dort ganz allgemein im Sportbereich und im Organisatorischen gearbeitet, was mir viel Spaß gemacht hat.“ Im August 2012 begann Timon Pauls ein Vollzeitstudium der Betriebswirtschaftlehre in  München. Dabei arbeitete er weiter in Vollzeit bei Bayern München. „Das wurde mir auf die Dauer zu viel. Vormittags saß ich in den Vorlesungen und abends habe ich dann das im Verein nachgearbeitet, wozu ich natürlich vorher nicht gekommen war.“ Zu Beginn des zweiten Semesters entschied sich Timon dann  dafür,  sein Vollzeitstudium abzubrechen und nach Alternativen Ausschau zu halten.

FC Bayern als Ausbildungsbetrieb der Deutschen Hochschule

Dabei wurde er auf den neuen „Bachelor of Arts“ Sportökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement aufmerksam: „Ich habe mir die Inhalte angeschaut und war begeistert. Ein guter Mix aus Trainings- und Wirtschaftswissenschaften, die sich dann auch noch auf den Sportbereich beziehen. Genauso hatte ich mir mein Studium vorgestellt. Und gerade die Kombination aus einer Ausbildung und einem Fernlernen mit Präsenzunterricht haben mir sehr zugesagt.“ Also fragte er bei Bayern München an, ob er über den Rekordmeister das Duale Studium absolvieren könne. „Dabei musste ich natürlich erst einmal Überzeugungsarbeit leisten und aufzeigen, wie gut ein solches Studium gerade für wirtschaftlich agierende Vereine passt. Doch am Ende hat alles geklappt.“ So wurde der Triplegewinner von 2013 einer von über 3.000 Ausbildungsbetrieben der Deutschen Hochschule.

Trainer der U11 und Spielkoordinator der U9-U15

 
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