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Gespräche in der Nachtschicht

Ihre Tätigkeiten zu dokumentieren, kostet die Studentin viel Zeit.

Trotz des straffen Dienstplans habe sie jedoch immer wieder auch genug Luft, um Patienten persönlich kennenzulernen. Eine gute Gelegenheit dazu biete besonders die Nachtschicht. Vor allem ältere Menschen könnten oft nicht schlafen: „Die freuen sich dann, wenn man sich mit ihnen unterhält, und mir hilft das, wach zu bleiben.“

Gerade wenn sich ein persönlicher Kontakt aufgebaut habe, sei es jedoch nicht immer einfach, mit Krankheit und harten Schicksalen konfrontiert zu sein. Bei ihrem praktischen Einsatz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie habe sie „nach Feierabend so einiges mit nach Hause genommen“, räumt Christina ein.

Dankbarkeit und Kinderlachen

Vereinzelt sei es auch schon vorgekommen, dass Patienten, die sie betreut habe, während des Krankenhausaufenthalts verstorben seien: „Das trifft einen schon, man ist ja Mensch und hat Gefühle.“ Hilfreich sei es in solchen Situationen, mit Kollegen darüber zu sprechen. Auch bei den Dozenten finde sie immer ein offenes Ohr: „Sie helfen einem dabei, eine andere Sichtweise dazu zu bekommen und erklären einem zum Beispiel, dass der Tod für schwer Kranke auch eine Erlösung vom Leid bedeutet.“

Die meisten Patienten würden jedoch gesund entlassen: „Das sind dann die Momente, in denen man weiß, warum sich die Arbeit gelohnt hat.“ Gerade bei ihren Einsätzen in der Kinderklinik reiche es oft schon, die kleinen Patienten lachen zu sehen. Auch die Anerkennung, die sie von Kollegen, Patienten und ihren Angehörigen erhalte, gebe ihr viel: „Man bekommt für sein Engagement auch sehr viel zurück.“ Die Mühen, die der Beruf zeitweise mit sich bringe, würden dadurch mehr als aufgewogen.

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