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Erfahrungen am eigenen Leib

Mit speziellen Brillen und Gelenkbeschwerern erfahren die Studentinnen im Unterricht, wie sich Altsein anfühlt.

Wie sich Pflege für die Patienten anfühlt, erfährt Luisa an der Hochschule – und zwar am eigenen Leib. Um ihr Gespür für den Alltag der Menschen, die sie betreuen, zu verbessern, waschen sich die Studenten zum Beispiel gegenseitig. „Das war komisch, wir kannten uns ja kaum“, räumt die Studentin ein.

Jedoch wisse sie nun aus eigener Erfahrung, dass die Unterstützung bei der Körperpflege mit Intimität und Scham verbunden sei: „Deshalb decken wir die Körperteile, die gerade nicht gewaschen werden, auch immer mit einem Handtuch ab.“ Selbst erlebt hat sie außerdem, wie wichtig die richtige Raum- und Wassertemperatur ist: „Ich versuche immer, es für die Patienten so angenehm wie möglich zu machen.“

Jede Menge Forschungsbedarf
Schwerpunkt an der Hochschule ist neben praktischen Übungen aber natürlich auch das wissenschaftliche Arbeiten. Luisa lernt, wie man Literatur sucht, schreibt Hausarbeiten und forscht an Studien. Untersucht hat sie unter anderem, wie sich die Pflegeausbildung in den kommenden Jahren entwickeln wird. Dazu hat sie eine Reihe von Interviews mit Schülern und Lehrkräften geführt und ausgewertet. Ihr Ergebnis: „Hier besteht noch eine Menge Forschungsbedarf.“

Wenn sie ihren Bachelor absolviert hat, würde Luisa am liebsten gleich weiterstudieren. „Forschen macht Spaß“, schwärmt sie. Sie gehe davon aus, dass in naher Zukunft interessante, neue Masterstudiengänge für die Absolventen ihres Fachs entstehen werden.

Mehr Möglichkeiten und bessere Bezahlung
Noch nicht ganz klar ist dagegen, welche berufliche Richtung sie einschlagen wird: „Mit dem Bachelor habe ich viele Möglichkeiten, ich kann in die Demenzforschung oder die Demenzberatung gehen, in der Psychiatrie, der Behindertenhilfe oder einem Hospiz arbeiten.“ Zu erwarten sei auch, dass Pflegekräfte mit akademischem Abschluss besser bezahlt würden als diejenigen mit regulärer Ausbildung. Luisa jedenfalls ist sich sicher: „In unserem Beruf wird sich in dem kommenden Jahren einiges tun.“

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