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Geburt als Wissenschaft

An Puppen üben die angehenden Hebammen die praktischen Handgriffe.

Das Wissen für ihren Beruf lernt Linda an der Hochschule – und zwar anders als in der regulären Ausbildung mit einem akademischen Hintergrund. Zum Beispiel analysiert sie medizinische Studien und fertigt diese auch selbst an. Untersucht hat sie etwa das Verhalten von Frauen bei künstlicher Geburtseinleitung durch Medikamente.

Dazu hat sie zum einen Krankenakten ausgewertet, zum anderen aber auch zwei ihrer Patientinnen beobachtet und befragt: „Im qualitativen Teil ging es vor allem um das Empfinden der Frauen.“ Ihre beiden Probandinnen hätten die künstliche Geburtseinleitung als positiv erlebt.

Eine der ersten
Unterrichtet wird Linda aber auch in allgemeinen Fächern. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Wissenschaftliches Arbeiten oder Akteure und Strukturen im Gesundheitswesen. Der Unterricht dieser übergreifenden Stoffgebiete findet gemeinsam mit Studenten anderer Fachrichtungen, etwa aus den Bereichen Pflege oder Logopädie statt. Anerkannt wird Lindas Bachelor übrigens auch im Ausland.

Wo Linda nach ihrem Abschluss arbeiten will, hat sie noch nicht entschieden: „Ich gehöre zu den ersten, die das studieren, mal sehen, welche Möglichkeiten sich mir bieten.“ Sollte sie in der Nähe bleiben, könnte ihr mittelfristig bevorstehen, einige ihrer Freundinnen zu betreuen. „Sie finden das, was ich mache, sehr aufregend. Viele haben schon jetzt angekündigt, zu mir zu kommen, wenn sie schwanger sind.“ Auch Linda selbst möchte später einmal Kinder. Ihr nächstes Ziel ist es aber, ihr Studium zu beenden.

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