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Der Chaot

Vormittags trifft man ihn selten an – er schläft meistens bis Mittag. Tatsächlich ansprechbar ist er aber erst, nachdem er die zweite Tasse Kaffee getrunken hat. Dann hat man etwa zehn Minuten Zeit, um etwas Wichtiges mit ihm zu besprechen – denn gleich fällt ihm ein, dass er heute Vorlesung hat. Und schon ist er raus aus dem Haus.

Dabei müsste man nun endlich mal darüber reden, dass es so nicht mehr weiter geht. Er vergisst nämlich nicht nur seine Uni-Termine, sondern auch, seine Klamotten aus dem Bad zu räumen, den Abwasch zu machen, und dass die Fertigpizza, die er gestern gegessen hat, gar nicht seine war.

Erwischt man ihn mal für ein Gespräch, zeigt er sich meistens sehr einsichtig. Doch der Schein trügt – spätestens am nächsten Tag kann er sich an all seine guten Vorsätze nicht mehr erinnern.

 

 
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