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Auslandssemester in Leeds

Studieren mit Kind funktioniert, -allerdings braucht man etwas länger, erklärt die Amerikanistin.

Am Anfang ist es schwer
Auch einem Auslandssemester stand nichts im Wege. Ein halbes Jahr hat Julia mit ihrem Sohn Kolja im nordenglischen Leeds verbracht – im Rahmen eines Erasmusstipendiums: „Ich habe durch Kolja viel mehr vom alltäglichen Leben dort mitbekommen.“ Weil sie viel Papierkram wegen Koljas Schulbesuch erledigen musste, wurde sie mit ganz anderen Situationen konfrontiert als der normale Erasmus-Student. Aber das möchte sie nicht missen: „Natürlich ist es schwierig, dass man am Anfang niemanden kennt, schränkt einen schon enorm ein.“

Doch sie bekam auch viel Unterstützung. Als ihre englischen Vermieter bemerkten, dass die junge deutsche Studentin beim Einzug kaum Möbel und Hausrat dabei hatte, brachten sie ihr hilfsbereit Töpfe und Handtücher. Finanziell wurden die beiden von Anfang an gut gefördert: Julia erhielt den Erasmus-Höchstsatz und ein DAAD-Stipendium, welches den Hauptteil der Zuschüsse ausmachte.

Ein Wunschkind im Studium
Doch nicht alle Kinder studierender Eltern kommen ungeplant. Clara ist ein richtiges Wunschkind. Sie habe sich „wahnsinnig gefreut“, als sie erfahren haben, dass sie schwanger war, erzählt Stephanie Rinck. Damals war sie 26 Jahre alt. Sie studiert im achten Semester Geschichte und Amerikanistik an der LMU München und will im September ihre Abschlussarbeit schreiben. Gleich nach der Geburt hat Stephanie vier Urlaubssemester genommen, um für ihr Töchterchen da zu sein. Praktisch war, dass auch ihr Mann damals Teilzeit arbeiten konnte und ebenfalls viel Zeit mit Clara verbrachte.

Stephanie nahm ihre Tochter Clara auch in eine große Vorlesung mit - der Prof nahm's mit Humor!

Mit dem Säugling in der Uni
Ab und zu hat Stephanie ihre Tochter sogar einfach mit in die Uni genommen: „Clara hat viel geschlafen, als sie klein war. Da habe ich sie im Seminar einfach neben mich auf den Tisch gestellt und ihr immer mal wieder den Schnuller gegeben, das ging super.“ Einmal habe sie ihre Tochter sogar in eine der großen Vorlesungen mitgenommen, wo diese vermutlich die gute Akustik ausprobieren wollte: Clara krähte fröhlich in die Vorlesung hinein. Aber der Professor habe nur amüsiert gefragt: „Ach, ist da jemand nicht einverstanden?“

Kinderfreundlicher Nebenjob

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