Anmelden: Deine Vorteile
  • Persönliche Stellensuche
  • Magazin kostenlos bestellen
Jetzt anmelden
 

Studienwahl: Idealismus oder Pragmatismus

Karla: Wer fleißig ist, wird irgendwann belohnt.

Carla studiert Communications and Management. Ihr Ziel ist es, die Karriereleiter empor zu klettern:

"Meine Zukunftspläne sind ein Masterstudium in den USA und ein Engagement bei einem international agierenden Konzern. Wenn die Möglichkeit besteht durch mein Studium die Karriereleiter empor zu klettern, werde ich die Chance nutzen. Dafür würde ich auch ins Ausland gehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich später mal im Public-Relations Bereich einer großen Firma arbeite.

Auch das Finanzielle spielt für mich eine Rolle. Einen guten Lebensstandard strebt doch jeder an. Ich verdiene seit ich 16 Jahre alt bin mein eigenes Geld. Solange die Familienplanung nicht zur Debatte steht, ziehe ich mein Ding durch. Wenn ich dafür mehr Opfer bringen muss, als jemand, der in einem „Nine-To-Five-Job“ tätig ist, werde ich das machen. Wer fleißig ist, wird irgendwann belohnt. Wichtig ist mir aber auch, mich in meinem Berufsumfeld weiterzuentwickeln. Die Leute, mit denen ich arbeite, sollen von meinen Ideen profitieren können.

Ich habe mich bewusst gegen ein geisteswissenschaftliches und für ein berufsspezifisches Studium entschieden. Mein Studium vermittelt wirtschaftliche Grundkenntnisse und bietet mir einen weiterführenden Einblick in die Bereiche PR, Journalismus oder Medienmanagment. Im Gegensatz zum Studium an der Universität wird mehr Wert auf die Praxis gelegt. Das finde ich gut. Öde Vorlesungen über Themen, die im alltäglichen Leben keine Anwendung finden, sind damit passé."

Gustav: Ich möchte der Philosophie auch nach meinem Abschluss treu bleiben.

Gustav hat sich für Philosophie entschieden. Seine Devise: „Wenn ich von dem bisschen, das ich bekomme, überleben kann, bin ich zufrieden“

"Ich hatte nie Interesse an der Wirklichkeit zu forschen, sondern wollte mich immer mit den Bedingungen der Wirklichkeit auseinandersetzen. Die Philosophie deckt dieses Spektrum ab. Eine berufsspezifische Fächerwahl wäre für mich nie zur Debatte gestanden, genauso wenig wie die Naturwissenschaften. Wer seiner Intuition folgt und die Wirklichkeit kritisch hinterfragt, landet früher oder später bei den reinen Geisteswissenschaften.

Ich lerne in den Seminaren vor allem aktiv zu denken, meine Gedanken zu ordnen und in Texten auszuformulieren. Am Ende steht hoffentlich ein großer Ideenreichtum. Eine Karriere kann ich mir durchaus vorstellen. Aber keine, die dem Geld verpflichtet ist, sondern eine, bei der es ausschließlich um Anerkennung geht. Generell ist eine Arbeitsmoral, die nur an Geld geknüpft ist unsinnig. Es hat selbst keinen Wert und dient nur als Tauschmittel. Das hat mit Selbstverwirklichung wenig zu tun.

Prinzipiell ist es aber wichtig, seinen eigenen Weg einzuschlagen. Ein Wirtschaftsinteressierter kann sich vermutlich nicht vorstellen, einen Wälzer über politische Theorien zu verfassen. Dafür kennt er sich mit Anlagen, Fonds und Aktien aus. Beide Wege haben in unserer Welt eine Existenzberechtigung.

Ich möchte der Philosophie auch nach meinem Abschluss treu bleiben. Solang der Staat etwas dazu schießt, wird es auch einen elitären Kreis von Leuten geben, die den Weisheiten des Lebens auf der Spur bleiben. Wenn ich von dem bisschen was ich bekomme, überleben kann, bin ich zufrieden."

Zurück

 
Suche