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Wie finanziere ich mein Studium?

Lass dich nicht abschrecken: Es gibt viele Möglichkeiten, sich unterstützen zu lassen

Ein Studium ist leider nicht kostenlos. Aber keine Angst, es gibt viele Wege und Quellen, um dein Wunschstudium zu finanzieren. Hier geben wir dir zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk die aktuellsten Infos.

Was kostet ein Studium eigentlich?

Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten während des Studiums betragen etwa 794 Euro pro Monat. Darin sind die Miete, Fahrtkosten, Kosten für Ernährung, Kleidung, Lernmittel, Krankenversicherung, Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren sowie Ausgaben für die Freizeitgestaltung enthalten. Ab dem Wintersemester 2014/15 sind die  Studiengebühren in  allen Bundesländern wieder abgeschafft. Dennoch kommt der Semesterbeitrag noch auf dich zu, der in einigen Städten auch das Semesterticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel beinhaltet.

Letztendlich variieren die Ausgaben jedoch stark. So können beispielsweise je nach Hochschulort und Studiengang unterschiedliche Kosten anfallen. Die meisten Studierenden greifen auf mehrere Finanzierungsquellen zurück, nämlich Elternunterhalt, BAföG-Förderung, Eigenverdienst und sonstige Einnahmen.

  • der Klassiker: Jobben während des Studiums oder in den Semesterferien
    Rund zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben ihrem Studium. Wer „jobbt“, sollte jedoch darauf achten, das Studium zeitlich nicht zu gefährden. Geringfügige Beschäftigungen („450-Euro-Jobs“) sind auch parallel zu einer BAföG-Förderung möglich. Es gibt eine Reihe von Studentenjobs, z.B. im Verkauf, im Büro oder auch als studentische Hilfskraft an der Hochschule selbst. Wenn du unter der Einkommensgrenze von 450,- Euro (Minijob) bleibst, wirst du mit Papierkram und Steuerabgaben kaum in Kontakt kommen.

  • Ausbildungsunterhalt von den Eltern
    Eltern sind gesetzlich verpflichtet, Unterhalt für eine angemessene Ausbildung, also auch für ein Studium, zu leisten. Die so genannte „Düsseldorfer Tabelle“ – eine Unterhaltstabelle der Familiengerichte – betrachtet als angemessenen Bedarf für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, 670 Euro pro Monat (ohne eigenen Krankenversicherungsbeitrag und ohne Studiengebühren). Kindergeld und Steuerfreibeträge, die die Eltern für studierende Kinder erhalten, tragen dazu bei, dass die Eltern Unterhalt leisten können.

  • Hilfe vom Staat: BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz)
    Ob und in welcher Höhe du Bafög bekommst, hängt von einigen Faktoren wie Staatsangehörigkeit, Leistungen und Alter ab, aber auch vom Einkommen deiner Eltern. Auf der Bafög-Seite des BMBF (Bundesministeriums für Bildung und Forschung) findest du im Detail, ob und wie du den zinslosen Zuschuss von Vater Staat beantragen kannst. Ob und wieviel BAföG du bekommen könntest, kannst du mit dem BAföG-Rechner berechnen.
  • Stipendien: nicht nur für Hochbegabte
    Ein Schattendasein führen Stipendienprogramme. Nur drei Prozent aller Studierenden erhalten ein Stipendium. Dabei fördern Stipendiengeber wie Kirchen, Parteien, Firmen, Gewerkschaften und viele andere jeden Stipendiaten nicht nur mit durchschnittlich 305 Euro pro Monat, sondern auch ideell. Stipendien sind nicht nur etwas für Hochbegabte, denn neben besonders guten Leistungen überzeugen auch andere Voraussetzungen wie zum Beispiel gesellschaftliches Engagement. Hier ist dann das so genannte Deutschlandstipendium der Bundesregierung interessant. Wir haben dir eine Auswahl an Stipendien zusammengestellt, für die du kein Überflieger sein musst.

  • Studierendendarlehen
    Weiterhin vermitteln viele Studentenwerke und zahlreiche Banken die so genannten KfW-Studienkredite. Studierende, die ihr 44. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können bei Bedarf ihre Lebenshaltungskosten (oder einen Teil davon) finanzieren.
    Aber Achtung: Mit der ersten monatlichen Rate fallen Zinsen zu einem variablen Zinssatz an. Daher solltest du deine Angebote ganz genau prüfen.

  • Bildungsfonds
    Finanziert wird das Ganze durch private Geldgeber oder institutionelle Anleger. Hierbei muss ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren durchlaufen werden. Dabei können mitunter auch geringe Kosten für den Bewerber entstehen. Wer das Bewerbungsverfahren erfolgreich besteht, kann während des gesamten Studiums bis zu 30.000 Euro an Darlehen abrufen. In Bezug auf die Tilgung wird ein besonderer Ansatz gewählt, denn man zahlt später abhängig von seinem künftigen Gehalt. Wer also weniger Geld verdient, muss auch weniger tilgen als Personen mit einem sehr hohen Verdienst. Zusätzlich bieten einige der Anbieter auch kostenfreie Zusatzservices an wie Mentoring-Programme, Coaching oder Firmenexkursionen.

  • Bildungskredit
    Studierende in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen können beim Bundesverwaltungsamt einen Bildungskredit beantragen. Dieser Kredit wird – völlig unabhängig vom BAföG – für maximal 24 Monate in monatlichen Raten von bis zu 300 Euro gewährt.

  • Studiengebührenkredite
    Die Bundesländer, in denen allgemeine Studiengebühren erhoben werden, bieten über ihre jeweiligen Landesbanken beziehungsweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau spezielle Studiengebührenkredite an.

  • Überbrückungsdarlehen in Härtefällen
    Studierende, die in Not geraten sind, können über Darlehenskassen, die viele Studentenwerke führen, auch direkt Überbrückungsdarlehen erhalten.

  • Studierende mit besonderem Bedarf
    Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit oder Studierende mit Kind können zusätzlich unterstützt werden. Die Sozialberatungsstellen der Studentenwerke sind hierfür die richtigen Ansprechpartner.

  • Vergünstigungen
    Der Studentenausweis öffnet viele Türen: Mit ihm kannst du erhebliche Vergünstigungen erhalten. Zudem bleiben Studierende bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bei Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung in der (gesetzlichen) Krankenkasse der Eltern familienversichert.

Lass dich nicht abschrecken! Mit einem Studium investierst du in deine eigene Zukunft! Das Risiko der Arbeitslosigkeit ist für Akademiker immer noch geringer. Je qualifizierter du bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du später in deinem Beruf Eigenverantwortung übernimmst.

 
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